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Motorsport
Nach Platz zwei in Barcelona ist Heyers Pokalsatz nun komplett

Erkelenz. WEGBERG (H.G.) Einen kompletten Medaillensatz - Gold, Silber und Bronze - in Händen zu halten, das gehört zu den Karriere-Highlights eines jeden Sportlers. Projiziert auf den Motorsport kommt das der Verleihung in der Größe abgestufter Pokaltrophäen möglichst bei der gleichen Veranstaltung gleich. Einen kompletten Pokalsatz des 24-Stunden-Rennens von Barcelona darf nun der Wegberger Sport- und Tourenwagenfahrer Kenneth Heyer sein Eigen nennen: Nach dem Gesamtsieg im Jahre 2013 und Rang drei 2014 kam jetzt Silber - sprich Platz zwei - hinzu. Was der 35-Jährige in nur acht Tagen erlebte und erreichte, dürfte vorerst der Höhepunkt in der sicherlich nicht gerade ereignisarmen Karriere sein. Denn am letzten August-Wochenende hatte er als Besatzungsmitglied in einem Porsche 991 GT3 des Teams Belgium-Racing zum dritten Mal in Folge die 24 Stunden von Zolder in Belgien gewonnen.

Auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona gehörte Kenneth Heyer zum schweizerischen Hofor-Racing-Team 2 aus Eggenwil, das einen Mercedes SLS AMG GT3 an den Start schickte und aus der ersten Reihe von Position zwei lospreschte. Abwechselkollegen von Kenneth Heyer am Steuer waren die Schweizer Michael und Chantal Kroll (Teameigner, Vater und Tochter) sowie Roland Eggimann und der Niederländer Christiaan Frankenhout, der den 6,2 Liter-Benz im Qualifying in 2:06,109 Minuten auf Rang zwei gebracht hatte. Hinter dem SLS von Car Collection aus dem Rheingau, den der Niederländer Renger van der Zande in 2:05,991 Minuten auf Platz eins gestellt hatte. Doch schon nach zwei Stunden war der CC-Bolide entscheiden zurückgefallen und es entwickelt sich ein Dreikampf zwischen den Startnummern 30 (RAM-Racing/England), 2 (HP-Racing/Austria) und 10 (unter anderem mit Kenneth Heyer ) - ausnahmslos Mercedes-Flügeltürer. Der Ferrari 458 Italia GT3 hatte als Titelverteidiger am Ende keine Chance, kam nach 24 Stunden mit gewerteten 612 Runden als 14. ins Ziel. Mit 662 Runden sah Bernd Schneiders SLS mit der Startnummer 2 die schwarz-weiß karierte Flagge als Erster. Dicht dahinter mit 659 Runden das Hofor-Team mit der Startnummer 10 und schließlich der RAM-SLS, der 649 mal am Zielturm der 4,655 Kilometer langen Asphaltpiste vorbeigefahren war.

Spannung war noch einmal kurz vor Rennende aufgekommen, als dem Siegerfahrzeug bei einer Karambolage die Front demoliert wurde, folglich die Motorhaube nur noch mit Gurten fixiert werden konnte. Die Aufholjagd der Zweitplatzierten reichte dann aber nicht mehr, denn die Rennuhr lief unaufhaltsam auf 24 Stunden zu.

Noch 48 Minuten waren beim 24-Stunden-Rennen auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona zu fahren, da blieb fast jedem in der Boxengasse bei Motor Leipert aus Wegberg das Herz für eine Millisekunde stehen. Vadim Gitlin konnte den Lamborghini Huracan einen Moment nicht auf dem Asphaltband halten, rutschte von der Piste. Aber der Russe schaffte es auch, wieder festen Boden unter die Räder zu bekommen, brachte das Rennen über die Zeit. Es war ein großer Moment für die Leipert-Motorsportler, die ihren Fahrzeugen in Rath-Anhoven den Renntrimm verpassen. Im 75 Fahrzeuge starken Starterfeld wurden sie als Sechste des Gesamteinlaufs gewertet und sicherten sich zudem Rang eins in der neuen SPX-Wertung. Den 5,2 Liter Lamborghini Huracan steuerten in den 24 Stunden von Barcelona das Fahrerteam Isaac Tutumlu Lopez aus Spanien, Mikko Eskelinen aus Finnland, Vadim Gitlin aus Russland, Ulrik Roland Pedersen aus Norwegen und Marcel Leipert, Juniorchef des Wegberger Rennstall, die immerhin 624 Runden auf dem Grand-Prix-Kurs schafften.

Quelle: RP
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