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Wassenberg
Pfarrei spendet für Flüchtlinge

Erkelenz. Im Wassenberger Stadtgebiet sind zurzeit rund 300 Flüchtlinge, viele stammen aus Syrien, untergebracht. Die meisten davon wohnen in der Unterkunft Rosenthal, wo schon seit Jahren Asylbewerber leben und aktuell die Kellerräume ausgebaut werden, um die Kapazität zu erhöhen.

Als Sprecherin der ehrenamtlichen Helfer des Flüchtlingsnetzwerkes freute sich nun Jutta Schwinkendorf über eine Geldspende der Pfarrei St. Marien Wassenberg. Auf dem Myhler Pfarrfest, bei dem die neue Donatus-Kirchenglocke geweiht worden war, kamen Teile der Einnahmen dem Flüchtlingsnetzwerk Wassenberg zugute. "Es ist für uns sehr wichtig, Unterstützung zu erhalten. Sei es in finanzieller oder materieller Form. Dafür allen Beteiligten einen großes Dankeschön", sagte Jutta Schwinkendorf bei einer Zusammenkunft im Myhler Pfarrheim. Im Beisein von Propst Thomas Wieners nahm sie einen Scheck über 1739,61 Euro aus den Händen der Malteser Jugend der Pfarrei in Empfang.

Das Netzwerk zeigt sich überdies sehr aktiv, damit Menschen aus anderen Kulturen besser integriert werden können. "Beim Pfarrfest hier in Myhl waren 80 Flüchtlinge dabei, die richtig Spaß hatten", sagte Schwinkendorf. Außerdem hätte es Besuche in muslimischen Gemeinden gegeben. Trotz einiger Schwierigkeiten werde das Flüchtlingsnetzwerk Wassenberg auch in Zukunft alles versuchen, die Situation für alle Seiten sinnvoll zu gestalten. "Eines ist Realität. Auch wenn es im Moment schwer ist und nicht für jeden nachvollziehbar, es geht nur miteinander und nicht gegeneinander", lautete Schwinkendorfs Appell, dem alle anwesenden Ehrenamtlichen und Kirchengemeinde-Mitglieder beipflichteten.

(mimo)
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