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Hückelhoven
Tour de Rur begeistert nach wie vor viele Pedalritter

Erkelenz. Wie bekommt man als Einzelperson zwei Fahrräder gleichzeitig nach Hause? Vor dem Luxus-Problem stand am Sonntag der Hückelhovener Karl Pey, vormals Präsident und König der innerstädtischen Schützenbruderschaft, nach der Tour de Rur der Werbegemeinschaft Hückelhoven. Er hatte den Hauptgewinn der Tombola gezogen. Bis zu seinem Haus sind es allerdings auch nur 200 Meter vom Ziel der Tour, dem Hotel am Park, das nach gut 30 Kilometern der Rundfahrt erreicht war.

Nachdem Werbegemeinschafts-Vorsitzende Monika Schmitz-Schibbe festgestellt hatte, dass mit rund 130 Teilnehmern "der Vogel abgeschossen" war, was die Beteiligung angeht, schickte Bürgermeister-Stellvertreter Dieter Geitner die Radler auf die Reise. Er wies darauf hin, dass es Unterschiede zur Tour de France gäbe, nämlich auf gelbe, grüne und sonstige Trikots werde verzichtet, womit auch Tempo-Ehrgeiz unbegründet sei; da es auch keine Startpistole gebe, klatsche er einfach in die Hände. Brav traten die Radler in die Pedale, ebenso brav schnurrten die E-Motörchen los, die gut die Hälfte der Drahtesel antrieben.

Ein althergebrachtes "Geocaching" hatten die Teilnehmer zu bewältigen, indem an drei Punkten Fragen zu beantworten waren, für die man nicht unbedingt ein Smart-Phone oder GPS-Gerät benötigte. Die erste betraf am Ratheimer Sportplatz den Namen des Fußball-Vereins, der dort seit 1912 seine Heimstatt hat - Verein für Jugendsport, kurz VfJ. Vorwiegend durch Felder strebten die Radler dem Straßen-Eingangstor zum Lago-Laprello (und zum Gefängnis) in Heinsberg zu, wo die Zahl der gelben Dachträger-Pfosten zu ermitteln war. Nach der Zählerei (es waren elf Pfosten) gab's Obst und Getränke.

Über Unter- und Oberbruch erreichte man den Rur-Ufer-Radweg, der um den Adolfosee zur Ratheimer Rurbrücke führte. Dort versteinerte sich manche Miene, denn man sollte erkennen, welche Maße der "Alt-Ratheimer" Pflasterstein der dort ansässigen Firma Knorr hat. Da niemand einen Zollstock dabei hatte, wurde gerätselt. Die Lösung: 12,6 x 12,6 Zentimeter.

Fünf Kilometer weiter wartete die letzte Prüfung - das gemeinsame Essen und Trinken und Plauschen im Biergarten des Hotels am Park, wo neben den Köchen der Grill ganze Arbeit an Fleisch und Würstchen geleistet hatten, Salate und Erdäpfel in verschiedenen Garungsarten die Tret-Muskeln wieder aufluden.

Nach den kleineren Preisen zogen die kleinen Glücksjungen die Gewinnkarte von Karl Pey für das Rad als Hauptgewinn. Monika Schmitz-Schibbe wertete den Gewinn für Pey quasi doppelt, denn der war mit der einzigen Mannschaft zur Tour de Rur angetreten - der Schützenbruderschaft vom Allerheiligsten Sakrament des Altars. isp

Quelle: RP
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