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Erkelenz
UN-Wanderausstellung an der Europaschule

Erkelenz. Bundestagsmitglied Norbert Spinrath war wieder zu Gast in Erkelenz: Im Rahmen der Ausstellung zu den Vereinten Nationen an der Europaschule, Realschule der Stadt Erkelenz, besuchte er die Schüler der Klassen 9 und 10, um sich ihren Fragen zu stellen.

Zunächst wurde diskutiert, warum sich junge Leute mit der UN beschäftigen sollten. Die UN seien als zwischenstaatlicher Zusammenschluss von 193 Staaten eine wichtige "Erfindung", die helfe, in der globalisierten Welt nicht nur nationale Interessen zu vertreten, sondern sich auch mit anderen abzustimmen mit dem Ziel, gemeinsam Menschenrechte und Weltfrieden zu sichern.

Den Schülern der Erkelenzer Europaschule gelang es sehr gut, die Arbeit der UN mit den aktuellen Herausforderungen in Deutschland und Europa zu verbinden. Unter anderem wollten sie von dem Politiker wissen, ob die Maßnahmen zur inneren Sicherheit aus seiner Sicht ausreichend seien, wie er die Wahlerfolge der Rechtspopulisten in Europa sehe und was er in Sachen Flüchtlingspolitik als wichtig erachte. So äußerte Spinrath, dass es eine absolute Sicherheit in Europa nicht geben könne, wenn man die gewohnten Freiheiten und Werte nicht aufgeben wolle. Wichtig seien eine bessere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden, die geplante Einrichtung eines europäischen Terrorismus-Abwehrzentrums und der Austausch mit muslimischen Einrichtungen, um Radikalisierung entgegenzuwirken. Der Islam werde von Terroristen missbraucht. Muslimische Gläubige hätten damit nichts zu tun.

Die Aufnahme von Flüchtlingen sei Verpflichtung im Sinne der EU-Werte. Spinrath zeigte sich diesbezüglich optimistisch auf die weitere Entwicklung anderer EU-Länder und betonte, dass das Augenmerk auf gelingende Integration gerichtet werden müsse. Als multikulturelle und offene Gesellschaft solle man die Chancen der Migration sehen. Erörtert wurde aber auch das Finden anderer Lösungen vor Ort wie die Unterstützung der vom Klimawandel betroffenen Länder. Den Rechtspopulismus bezeichnete Spinrath als bedenkliche Entwicklung. Dessen Argument, Politiker agierten von den Bürgern abgekoppelt, hielt er seinen vollen Terminkalender mit ca. 1500 Gesprächsterminen im Wahlkreis in 3,5 Jahren entgegen.

Abschließend appellierte der Politiker an die jungen Leute mitzumischen: "Politik gestalten hat immer mit der Zukunft zu tun, nicht mit meiner, sondern mit der Zukunft der nachfolgenden Generationen. Ihr habt die Möglichkeit mitzubestimmen. Ihr müsst sie aber auch wahrnehmen. Teilt uns mit, was ihr von der Zukunft erwartet und lasst uns darüber reden. Einbringen kann man sich immer, egal ob in der Politik oder bei Umwelt- oder Menschenrechts-Organisationen."

Quelle: RP
 
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