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Kreis Heinsberg
Willkommensklassen - Größe begrenzen

Erkelenz. Die Bildungsgewerkschaft GEW im Kreis Heinsberg hat auf der Jahresversammlung Stellung zur Bildung für Flüchtlingskinder bezogen. Außerdem wurden zahlreiche Jubilare geehrt.

Die GEW forderte den freien Zugang zu einem Bildungsangebot für alle Zugewanderten entsprechend ihrem Lern- und Bildungsstand. Voraussetzung dafür, dass Bildung und Integration auch wirklich nachhaltig gelingen, seien mehr Ressourcen und Personal für die Schulen und kommunalen Integrationszentren. "Der Integrationsplan NRW bietet dafür einen guten Ansatz. Allerdings muss noch an einigen Stellen nachgebessert werden, damit Integration wirklich gelingen kann", erklärte GEW-Kreisvorsitzender Klaus D. Lange bei der Mitgliederversammlung. Die GEW erkenne die enormen Anstrengungen des Landes zur Schaffung neuer Lehrerstellen an, halte das Volumen aber noch nicht für ausreichend. Lange außerdem: "Wir fordern die Begrenzung der Willkommensklassen auf maximal zwölf Schüler." Und: "Wir fordern die Öffnung des Berufskollegs für Schüler bis zum Alter von mindestens 21 Jahren, in notwendigen Fällen bis 25 Jahren. Dafür werden dort zum kommenden Schuljahr mindestens 5000 zusätzliche Plätze im Rahmen der Internationalen Förderklassen gebraucht." Für die Unterstützung der Weiterbildungseinrichtungen hält die GEW eine Vollfinanzierung der Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie eine ausreichende Finanzierung der Projekt- und Regelförderung für unabdingbar. Lange unterstrich: "Integration ist eine Daueraufgabe. Eine reine Finanzierung durch zeitlich befristete Projektmittel setzt nicht nur politisch falsche Zeichen, sie verschärft auch die Problematik prekärer Beschäftigung im Bildungsbereich."

Zahlreiche Jubilare konnte die GEW im Kreis Heinsberg während ihrer Versammlung außerdem noch ehren: Zu 50 Jahren Mitgliedschaft gratulierte Vorsitzende Marlene Klotz Lambert Wigger und überreichte ein Präsent. 45 Jahre sind Silke Kleijnen und Peter Kreies Gewerkschaftsmitglieder. Für 40 Jahre konnten Peter Evertz, Gerd Gottwald, Manfred Greulich-Blaß, Corinna Kueppers, Otto Kuestermann, Johann Schröders und Klaus Zweschper geehrt werden. 35 Jahre sind folgende Lehrkräfte GEW-Mitglieder: Rita Billeb, Werner Brinkmann, Renate Eidems, Mathilde Girthen, Guenther Heim, Franz-Josef Huesen, Ursula Köster-Gendrisch, Karin Leuffen-Obermann sowie Brigitte Schliwa. Die Ehrung für 30 Jahre erhielten: Petra Dirksen, Manfred Ehmig, Roland Eißen, Hubert Frenken, Sabine Göbel, Sybille Kretschmar, Karin Krings, Karin Nießen, sowie Christina Nobis und Uwe Zander. Auf 25 Jahre GEW-Mitgliedschaft können zurückblicken: Ingrid Heim, Anita Krings, A. Müller-Mingenbach und Astrid Tjardes. 20 Jahre sind folgende Mitglieder der GEW treu geblieben: Ingrid Bünger, Renate Franke, Ilka Komischke, Marianne Reiners und Judith von den Driesch.

Quelle: RP
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