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Erkelenz
Stadtrat von Gerderaths Plänen überzeugen

Erkelenz: Stadtrat von Gerderaths Plänen überzeugen
Peter London (Vorsitzender der Gerderather Ortsvereine) bedankt sich bei José Perez, dem Leiter des Trommlercorps Gerderath, für die musikalischen Begleitung beim Neujahrsempfang. FOTO: Jürgen LAASER
Erkelenz. In Gerderath stehen im neuen Jahr einige Entscheidungen an, erklärte beim Neujahrsempfang Peter London, Vorsitzender der Ortsgemeinschaft. Von Philipp Schaffranek

Der Neujahrsempfang der Ortsgemeinschaft in Gerderath spannte einen Bogen von der Kommunal- bis in die Bundespolitik hinein. Dies machte sich an der Flüchtlingsthematik als weltpolitischer Aufgabe fest, die auch in dem 4500-Seelen-Ort ihre Auswirkungen zeigt. Laut Peter London, Vorsitzender der Gerderather Ortsgemeinschaft und CDU-Ratsmitglied in Erkelenz, leben momentan rund 50 Flüchtlinge in Gerderath. "Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Helfern", sagte London.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers war mit Bürgermeister Peter Jansen nach Gerderath gekommen. Hilfsbereitschaft für Menschen in Not sei wichtig, juristisch gesehen gebe es keine Obergrenze im Asylrecht, und Deutschland sei ein leistungsstarkes Land, sagte Oellers. Aber er betonte: "Selbst der Stärkste kommt irgendwann an einen Punkt, an dem man feststellen oder überlegen muss, ob die Leistungsgrenze erreicht ist." Bürgermeister Jansen berichtet den Gästen des Neujahrsempfangs, dass Erkelenz bald ein "Alleinstellungsmerkmal" in der Region besitze. Die Stadt könne ihren Haushalt weiterhin selbst bestimmen. Daraus ergebe sich ein Spielraum, um die kommunalpolitischen Aufgaben entspannter anzugehen.

In Gerderath stehen im neuen Jahr einige Entscheidungen an, thematisierte Peter London. Das Bürgerhaus soll einen Erweiterungsbau für ein Stuhllager und neue Sanitäranlagen bekommen. Die Kosten belaufen sich laut London auf rund 130.000 Euro. "Dafür muss man den Stadtrat überzeugen", erklärte der Vorsitzende der Gerderather Ortsgemeinschaft. An der Schul- und der Florianstraße sind Kanalbauarbeiten nötig. Bei der Planung, ob dabei die Straßen bleiben, wie sie sind, oder ob es Umbauten geben wird, sollen die Bürger laut London beteiligt werden.

"In unserem Dorf hat sich viel getan", sagte Peter London rückblickend. Im Bürgerhaus gab es Renovierungsarbeiten. Auf dem Schulgelände der ehemaligen Hauptschule entsteht ein Ärztehaus für die örtliche Versorgung. Der Rewe-Markt sei eröffnet. Fleißig gebaut werde im Baugebiet an der Burg. Dort seien alle Grundstücke verkauft. Der Rasenplatz des Ortes sei mithilfe von Sparta Gerderath erneuert worden. 49 Mal musste die Gerderather Freiwillige Feuerwehr im vergangenen Jahr ausrücken.

Beim Neujahrsempfang spielte das Trommlercorps Gerderath unter der Leitung von José Perez. Aus dem Erlös des Dorfturnieres bekam das Trommlercorps von der Ortsgemeinschaft eine 100-Euro-Spende für die Jugendarbeit.

Hans-Gerd Dahlmanns (Schriftführer) und Gerd Hermanns (Kassierer) wurden aus dem Vorstand der Ortsgemeinschaft verabschiedet. Die Katholische Frauengemeinschaft stellte mit Ann Sophie Honnes ihren neuen Hoppeditz vor. Und der 80-jährige Gerderather Heinz Bautz erzählte beim Neujahrsempfang im Gerderather Bürgerhaus über die Entwicklung seines Heimatortes. Sein Wunsch lautete dabei: "Dass sich die Einwohner wieder mehr für ihren Heimatort interessieren - gesellschaftlich und kulturell."

Quelle: RP
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