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Erkelenz/Wegberg
Städte investieren in den Sommerferien

Erkelenz/Wegberg: Städte investieren in den Sommerferien
An der Europaschule in Erkelenz (Realschule) wird die Fassade im zweiten Bauabschnitt energetisch saniert. Außerdem werden neue Fenster eingesetzt, und das Lehrerzimmer wird erweitert. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz/Wegberg. In Schulen, Kindergärten und Verwaltungsgebäuden ist das Handwerk aktiv. Erkelenz und Wegberg sanieren derzeit für über 900 000 Euro. Von Michael Heckers und Andreas Speen

Über eine Million Euro investiert die Stadt Erkelenz in jedem Jahr in die Sanierung und in den baulichen Unterhalt von Schulen. Ein hoher Anteil der Summe wird stets in den Sommerferien umgesetzt, wenn Schüler wie auch Lehrer von den Bauarbeiten nicht gestört werden. 400 000 Euro sind es in diesem Jahr, die Erkelenz in den sechs Schulferienwochen in Dach- und Fassadensanierungen, Lehrerzimmererweiterungen, Anstriche und Brandschutzmaßnahmen umsetzt. Damit aber nicht genug, auch auf den Straßen, an Haus Hohenbusch und auf der Mehrzweckhalle in Golkrath wird gearbeitet. Hier werden während der Ferienwochen weitere 100 000 Euro investiert.

In der Europaschule, der Realschule der Stadt Erkelenz, wird das Lehrerzimmer erweitert und umgebaut. Hierzu werden Fenster ausgetauscht, die Fußbodenheizung neu verlegt und neue Elektroinstallationen eingebaut. Zugleich wird an dieser Schule im zweiten Bauabschnitt die Fassade energetisch und optisch erneuert. Während die Fassadenarbeiten ihre Zeit bis in den Herbst hinein benötigen, soll das Lehrerzimmer am Ferienende vom Kollegium bezogen werden können, teilt die Stadt Erkelenz mit. Unweit der Realschule werden derzeit am Cusanus-Gymnasium außerdem die Dächer und Fenster der Turnhalle sowie der Anbau saniert. Aber auch in den anderen Schulen wird gearbeitet, erklärt Ansgar Lurweg, der Technische Beigeordnete der Stadt, auf Anfrage der RP: "Wir führen eine Vielzahl kleinerer Maßnahmen wie Anstriche, Türreparaturen, Austausch von Beleuchtungen und Brandschutzmaßnahmen durch."

An einer Schule, aber nicht für Schüler wird zurzeit an einem anderen Erkelenzer Schulgebäude gearbeitet. Handwerker sind in der Pestalozzisschule tätig, um die neuen Räume für Kindergartenkinder herzurichten, die ab dem nächsten Kindergartenjahr dort eine neue Heimat finden werden. Dort wird eine Außenstelle des Kindergartens Adolf-Kolping-Hof eingerichtet. Die von der Pestalozzisschule abgetrennten Räume werden derzeit kindgerecht eingerichtet, und ein eigener Zugang für den Kindergarten in das Gebäude wird angelegt.

Tätig sind Handwerker im Auftrag des Erkelenzer Hochbauamtes in den Sommerferien außerdem noch an Haus Hohenbusch, wo eine neue Strohmiete gebaut wird und wo am Herrenhaus Feuchtigkeitsschäden saniert werden, sowie an der Mehrzweckhalle in Golkrath, wo das Dach der Umkleiden neu abgedichtet wird. Das Tiefbauamt wiederum ist auf der Südpromenade, an Zehnthofweg und Von-Reumont-Straße (Kanalbau) und an der B 57 beschäftigt.

Auch die Stadt Wegberg nutzt die Ferienzeit, um vor allem in Schulen notwendige Sanierungs- und Bauarbeiten vorzunehmen. Dabei berücksichtigt die Stadt Empfehlungen aus dem Klimaschutzkonzept und nimmt auch energetische Sanierungen vor. So wird nach Angaben des Technischen Beigeordneten Rudolf Fabry zurzeit die Innenbeleuchtung in der Kastanienschule (Grundschule Rath-Anhoven), der Erich Kästner Grundschule Wegberg, der Schule am Grenzlandring (Hauptschule), der Edith-Stein-Realschule und des Familienzentrums Sonnenschein in Arsbeck auf kostensparende LED-Technik umgerüstet. Für diese Maßnahmen hat die Stadt Wegberg eine Zuwendung in Höhe von 25 412 Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit erhalten.

Auch im Wegberger Rathaus sind zurzeit Handwerker unterwegs. Auf dem Programm steht vor allem die Erneuerung der in die Jahre gekommenen Heizungsanlage. Zeitlich und baulich einhergehen werden mit der Erneuerung der Heizung auch andere Maßnahmen, die nach Angaben von Fabry zu Energieeinsparungen führen werden: der Austausch alter Fenster in den Ebenen 0 und 2, das Schließen von Heizkörpernischen und die Dämmung des Daches oberhalb des Sitzungssaales. Insgesamt beziffert die Stadt Wegberg die Kosten für diese Bauarbeiten auf rund 140 000 Euro.

Fleißig gearbeitet wird während der Sommerferien außerdem an der Hauptschule (Schule am Grenzlandring), wo die Pausenhalle eingehaust wird. Die Kosten für diese Maßnahme gibt die Stadt mit 270 000 Euro an.

Quelle: RP
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