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Serie Unternehmer Der Region
Stammgäste schätzen Zuverlässigkeit

Serie Unternehmer Der Region: Stammgäste schätzen Zuverlässigkeit
In 15 Jahren ist Alwin Derichs' Taxiunternehmen erheblich gewachsen. Neben klassischen Pkw steht jetzt den Kunden auch ein rollstuhlgerechter Reisebus für Gruppen zur Verfügung. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Das einzige Erkelenzer Taxiunternehmen Derichs besteht jetzt 15 Jahre. In dieser Zeit ist der Betrieb rapide gewachsen. Aus ursprünglich fünf Fahrzeugen wuchs die Flotte auf nunmehr 15. Zu den Kunden gehören viele regelmäßig Fahrgäste. Von Kurt Lehmkuhl

Erkelenz Der Zufall half ein wenig mit, dass das Erkelenzer Taxiunternehmen Derichs in diesem Jahr das 15-jährige Bestehen feiern kann. Am 1. Januar 2002 übernahm Alwin Derichs, der das Geschäft mit Taxen und Minicars gemeinsam mit Marion Mertens führt, das an der Neusser Straße ansässige Taxiunternehmen Meierhoff. Die damalige Inhaberin liebäugelte mit der Aufgabe des Betriebs und sprach darüber in einer Reparaturwerkstatt in Geilenkirchen, in der Derichs als Kfz-Mechaniker tätig war. "Da habe ich mich gemeldet, zumal ich mich ohnehin beruflich verändern wollte", erläutert Derichs. Seitdem ist er Inhaber des einzigen Erkelenzer Taxiunternehmens und Minicarbetriebs. In den 15 Jahren ist der Betrieb rasant gewachsen. Von ursprünglich fünf Fahrzeugen wuchs die Flotte auf nunmehr 15. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen 15 Festangestellte und einige Aushilfskräfte, die 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche dafür sorgen, dass die Taxen und Minicars rollen. 600.000 Kilometer kommen so locker pro Jahr zusammen, schätzt Derichs. Nicht zuletzt das gute Betriebsklima sorge dafür, dass der Betrieb reibungslos läuft und die angeforderten Fahrten komplikationslos abgewickelt werden können, ergänzt Marion Mertens, "einige Mitarbeiter sind von Beginn an dabei. Inzwischen jobben schon ihre Kinder bei uns." Im Stadtbild auffällig sind natürlich die Fahrten der Taxen, erkennbar an den Schildern auf den Dächern. Doch damit ist das Arbeitsumfeld von Taxi Derichs unzureichend beschrieben: "Wir haben viele Kranken- oder Rollstuhlspezialfahrten, führen Kurierfahrten durch und selbstverständlich auch Flughafentransfers." Und auch für größere Gruppen steht das passende Gefährt bereit: ein rollstuhlgerechter Reisebus für bis zu 19 Personen. "Das ist unser neuestes Baby, das ich mir immer schon gewünscht habe", freut sich Derichs. Damit er und ein Kollege dieses Fahrzeug auch bewegen dürfen, haben sie extra noch den Busführerschein gemacht. "Jetzt können wir komplette Fußballmannschaften, Schulklassen oder Trommlerkorps mit einer Fahrt transportieren." Das Unternehmen hat viele Stammgäste; etwa Kranke, die regelmäßig zu Behandlungen müssen, oder Kunden, die häufiger zum Flughafen müssen oder dort abgeholt werden wollen. "Da gibt es manchmal schon richtige enge Bekanntschaften", schildert Marion Mertens, und bisweilen ist der Mann am Steuer nicht nur Fahrer, sondern auch Zuhörer und Ratgeber. Es gibt immer wieder Dinge, die verbessert werden können; zur Sicherheit der Fahrgäste ebenso wie zu der der Fahrer. So werden alle Fahrzeuge mit GPS ausgestattet, damit sie bei einem Problem jederzeit geortet werden können. Und das kann auch schon mal in Berlin sein, wenn nämlich der Chef von einem benachbarten Unternehmen beauftragt wird, dorthin zu fahren, um einige wenige, ganz bestimmte Schrauben für eine Reparatur abzuliefern.

Da nützen die Ortskenntnisse von Erkelenz nichts, die jeder Fahrer ebenso wie eine Personenbeförderungserlaubnis benötigt, um sich hinter das Lenkrad eines Taxis zu setzten. Und dann kommt die Frage, die dem Taxiunternehmen so häufig von Außenstehenden gestellt wird: Was ist der Unterschied zwischen einem Taxi und einem Minicar? Zum einen das Schild auf dem Dach, zum anderen die ausschließlich für Taxen zugewiesenen Stellplätze; etwa am Bahnhof oder am Krankenhaus. Dort sind die Taxen stationiert, ein Minicar wird auf Aufforderung von seinem Standplatz zum Kunden geschickt.

Quelle: RP
 
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