| 13.31 Uhr

Polizei warnt beim Protestcamp
Tagebau-Protester dürfen Braunkohlegelände nicht betreten

Ein Tag im Tagebau Garzweiler
Ein Tag im Tagebau Garzweiler FOTO: Christian Kandzorra
Aachen. Die Polizei hat die Teilnehmer des Protestcamps gegen Braunkohleabbau vor dem Betreten des Geländes bei Erkelenz gewarnt. Jedes Eindringen werde als Hausfriedensbruch verfolgt, kündigte die Polizei am Freitag an. Wer in Gewahrsam komme, werde auch erkennungsdienstlich behandelt.

In Erkelenz-Lützerath, in der Nähe des Tagebaus Garzweiler, hat am Freitag ein sogenanntes Klimacamp von Braunkohlegegnern begonnen, das bis zum 29. August dauern soll. Dort werden rund 1000 Teilnehmer erwartet. Ein Sprecher der Organisatoren hatte "Aktionen des zivilen Ungehorsams" angekündigt.

Beim "Klimacamp" im vergangen Jahr hatte es Auseinandersetzungen mit der Polizei gegeben als Hunderte Teilnehmer den Tagebau Garzweiler stürmten. Nach damals rund 670 Strafanzeigen in Zusammenhang mit dem Camp hat es bisher 74 Strafbefehle gegeben.

Die Polizei will mit insgesamt über 1000 Beamten aus dem ganzen Land und von der Bundespolizei rund um die Uhr im Einsatz sein. "Wir schützen den berechtigten friedlichen Protest, aber wir müssen auch gegen Straftaten einschreiten", sagte der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach. Die Polizei appelliert nach eigenen Angaben in persönlichen Gesprächen und auf Handzetteln an die Teilnehmer, friedlich zu protestieren und sich von Gewalt zu distanzieren.

(lnw)
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