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Erkelenz
Tatort Bücherei: Kinder ermitteln

Erkelenz: Tatort Bücherei: Kinder ermitteln
Detektiv Alexander Schrumpf war in der Stadtbücherei zu Gast und bildete die Kinder zu Junior-Detektiven aus. FOTO: UWE HELDENS
Erkelenz. Alexander Schrumpf ist ein echter Detektiv. In Erkelenz bot er ein spannendes Seminar an. Von Anke Backhaus

Einbruch in die Stadtbücherei: Vor allem auf die Büchereiausweise der Kinder hatten es die Täter abgesehen. Die Ausweise sind weg. Schnell vor Ort ist Alexander Schrumpf, der die Spuren sichert. Schrumpf ist ein echter Detektiv - und begibt sich mit Kindern auf die spannende Verbrecherjagd. Die Stadtbücherei bot nun Kindern ab sieben Jahren ein Detektiv-Seminar an, in dem Alexander Schrumpf den Nachwuchs zu Junior-Detektiven ausgebildet hat.

In legerer Kleidung begrüßt Schrumpf, der Inhaber der Detektei Adler in Wiesbaden, die 20 Kinder: "Habt Ihr Euch so einen Detektiv vorgestellt?", fragt er in die Runde. Nein, natürlich nicht. Schon gar nicht mit Jeanshose. Und doch blickt der Hesse auf eine rund 20-jährige Berufserfahrung zurück, "dabei habe ich 1800 Fälle bearbeitet". Die Kinder staunen. Vor allem auch über den "Tatort", der echt wirkt. Die unbekannten Täter haben einen Schrank aufgebrochen. Das Brecheisen haben sie auf dem Boden zurückgelassen. Direkt daneben hat der Detektiv seine Ausrüstung aufgebaut. Dazu zählen auch eine Flasche Wasser und Gipspulver. Irgendetwas bauen will der Profi damit nicht, "aber vielleicht diese Fußspur da sichern", ist sich ein Mädchen sicher. Volltreffer. Großes Interesse wecken auch die Handschellen. "Die habe ich in all' den Jahren nur ein paar Mal gebraucht", erzählt Schrumpf. Also ist der Beruf doch nicht so spektakulär? Doch, irgendwie schon. Denn jede Menge Fingerspitzengefühl ist wichtig, um die Fälle zu bearbeiten.

Da kann man dann schon mal aussehen wie ein Michelin-Männchen. Ein Mädchen probiert den schneeweißen Spurensicherungsanzug aus. Nicht ein Haar darf herausgucken, um bloß keine wichtigen Spuren am Tatort zu zerstören. Oder da ist auch die kleine Dose mit feinstem Ferromagnetpulver. Es scheint, als steige etwas Rauch auf, als Schrumpf das Döschen öffnet, so fein ist das Pulver. "Wir brauchen es, um Fingerabdrücke zu sichern", erläutert der Experte. Und siehe da, ein Fingerabdruck befindet sich auf der Tür des aufgebrochenen Schranks. Zeit, um zu ermitteln. Die Kinder arbeiten in Gruppen, kombinieren eifrig, sehen sich den mittlerweile getrockneten Fußabdruck an. Schuhgröße 39. Bei den Mitarbeiterinnen der Erkelenzer Stadtbücherei fängt die Befragung an. Eine macht sich dabei besonders verdächtig. Grund genug, um sich das Profil der Schuhe genauer anzusehen. Auch der Fingerabdruck passt - Täterin gefunden. Die Kinder sind stolz, und auch darauf, nun Junior-Detektive zu sein.

Quelle: RP
 
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