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Erkelenz
Tipps für einen Heiratsantrag

Erkelenz. Frank Rimbach und Christiane Breucker gestalten Erkelenzer Leseburg mit einer "literarischen Forschungsreise zur Mutter aller Gefühle".

Rund, gold oder silber, mit oder ohne Stein. Und die Geste wichtiger als der Preis des Rings. Beim literarischen Abend der Erkelenzer Leseburg erteilt Christiane Breucker praktische Tipps für einen Heiratsantrag. "Liebes Rauschen" hat die aus dem Ruhrgebiet stammende Schauspielerin ihr aktuelles Programm genannt, das sie mit dem Erkelenzer Frank Rimbach im Kö-Café präsentierte. Der ehemalige kreative Kopf hinter der Talentshow "Open Stage" ist in der Literaturszene der Stadt längst kein Unbekannter mehr. Auch an der Gemeinschaftsveranstaltung "Kunstlabor" rund um Haus Hohenbusch beteiligte er sich bereits mit einer Lesung.

Fast zwei Stunden dauert die "literarische Forschungsreise zur Mutter aller Gefühle". Sie startet kurios - mit einer (fiktiven) Heiratsannonce, die Breucker vorträgt und Rimbach schriftlich auf einem Plakat fixiert: "Linke Frau, 24, möchte gern unmännliche Männer kennenlernen." In der Rolle des 26-jährigen Arne lässt Rimbach das ungewöhnliche Zeitungsinserat mit der Chiffre-Angabe auf sich wirken. Und äußert seine Gedanken: "Eine Zweier-Beziehung brauche ich jetzt nicht, lieber eine unweibliche Frau, mit der ich in Ruhe spazieren gehen kann." Arne erzählt, dass er gerade ein bisschen Pech hatte. Arbeit, Wohnung und Freundin verloren.

Gedichte aus der Feder von William Shakespeare, Joachim Ringelnatz, François Villon, dem bedeutendsten Dichter des französischen Spätmittelalters, Erich Kästner, Bertolt Brecht und Kurt Tucholsky zum Thema Liebe durchstreifen verschiedene literarische Epochen. Auch Erich Fried, Mascha Kaleko, Wilhelm Busch, Heinrich Heine und Johann Wolfgang von Goethe dürfen dabei nicht fehlen.

Beim Publikum erkundigt sich Breucker, wer bereits einen Heiratsantrag bekommen habe. Und erläutert "die drei goldenen Regeln". Befolgt man sie, kann angeblich nichts schief gehen. Man müsse die Frau unbedingt merken lassen, dass es sich um einen Antrag handele. Sie riet, ihn "möglichst dramatisch aufzubauen, wenn es sich dabei auch nicht immer um Romeo und Julia im Versmaß handelt". Außerdem sei ein Ring ausgesprochen wichtig.

Mit Heidi Hensges unterhaltsamem Sommerroman "Ein Herz aus Marmelade" lädt die Erkelenzer Leseburg am 10. November zu ihrer nächsten Veranstaltung ein.

(DG)
 
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