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Erkelenz
Traum vom Fliegen - vor der Haustür

Erkelenz. In der Luft über Erkelenz ist einiges los - zahlreiche "Maschinen" kreisen und ziehen ihre Runden. Und auch am Boden: Großer Publikums-Andrang auf dem Gelände der Ultraleichtflug-Gemeinschaft Erkelenz an der L19. Viele neugierige Besucher nutzen die seltene Gelegenheit, die "Faszination Fliegen" hautnah zu erleben. Denn nur alle drei Jahre öffnet die ULG ihre Tore für den Tag der offenen Tür. Von Markus Peggen

Besonders beliebt bei den Besuchern war natürlich die Gelegenheit, selbst abzuheben. Die Flieger boten einen 15-minütigen Rundflug an, und der fand reißenden Absatz: "Das werden ganz tolle neue Profilfotos für meine sozialen Dienste", freut sich Sabrina aus Erkelenz. Sie hat gleich mehrere Dutzend Fotos gemacht, von Erkelenz, von der Umgebung und natürlich vom Tagebau: "Die Leute werden bestimmt alle staunen und fragen, wie ich an diese Fotos gekommen bin", so die Erkelenzerin. Bernd aus Gerderhahn hatte die "sportliche Runde" gewählt, was in diesem Fall nicht einen besonderen Flugstil bedeutete, sondern den Blick auf den Borussia-Park aus der Vogelperspektive: "Sonst bin ich immer bei ein paar Spielen pro Saison im Stadion, jetzt aber auch mal darüber, einfach toll".

Insgesamt acht Maschinen sind den ganzen Tag über im Einsatz, manchmal müssen die Fluginteressenten auch ein wenig Geduld mitbringen, aber am Ende des Tages sind es weit über 100, die das Erkelenzer Land aus der Luft erleben können. Die Flieger sind inzwischen moderne kleine Flugzeuge geworden, erklärt der Vorsitzende der ULG, Frank Rucman: "Die sind mit jeder Menge Technik bis hin zum Autopiloten ausgestattet und zudem extrem sicher, mit einem eigenen ,Gesamt-Rettungsfallschirm' für den absoluten Notfall." Der Verbrauch liege übrigens bei dem eines normalen Mittelklassewagens, im Tank befindet sich Super Benzin.

Auch Rucman selbst ist beim Tag der offenen Tür als Pilot im Einsatz und erfüllt dabei auch Wünsche: "Ich war sogar schon in Geilenkirchen und Linnich heute", lacht Rucman, "jeder möchte ein besonderes eigenes Stück vom Erkelenzer Land sehen".

Aber auch für die Besucher, die dann doch lieber am Boden geblieben sind, gab es beim Tag der offenen Tür einiges zu sehen: So waren die beiden Fliegerhallen ebenfalls geöffnet: "Wir parken in zwei Ebenen", beschreibt Rucman. Was er damit meint, ist den Besuchern beim Blick in die Halle klar: Die Flugzeuge stehen nicht nur, wie PKWs, auf dem Boden geparkt, sondern hängen auch unter der Decke. Ein besonderer Blickfang stand übrigens direkt vor den Flughallen: der grüne Doppeldecker "Kiebitz" - in sechs Jahren wurde das schöne Stück von seinem Besitzer Lutz Potrawa selbst gebaut. Klar, dass auch rund um diesen "Vogel" dann so einiges am Boden los war.

Quelle: RP
 
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