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Erkelenz
Treckertreff und Traktorliebe

Erkelenz: Treckertreff und Traktorliebe
Freunde uralter Traktoren waren in Granterath willkommen. Der beliebte Granterather Treckertreff bietet jedenfalls viel fürs Auge. FOTO: JÖRG KNAPPE
Erkelenz. Mehr als 2000 Besucher bewunderten die Traktoren beim bekannten und beliebten Granterather Treckertreff. Die Erlöse der Veranstaltung kommen erneut der Kinderkrebshilfe Aachen zugute. Von Katrin Schelter

Das Granterather Frühlings-Treckertreffen, das sich seit der Premiere im Jahre 1999 immer größerer Beliebtheit erfreut und inzwischen fest zur Tradition im Dorfgeschehen gehört, lockte wieder unzählige Besucher in den Ort. Der Einladung des Turnvereins Granterath und der Freunde historischer Landmaschinen folgten nicht nur die ergebenen Liebhaber und Besitzer der gut gepflegten Schmuckstücke, sondern auch Laien von Nah und Fern, die sich mit der Begeisterung über die wertvollen Traktoren nur zu gern anstecken ließen. Insgesamt ratterten und schnauften rund 160 Traktoren aller bekannten Marken und aus verschiedenen Baujahren durch den Ort, während mehr als 2000 Besucher untereinander fachsimpelten und angeregt diskutierten.

Beim Treckertreff durfte natürlich ein Programmpunkt auf gar keinen Fall fehlen - die Rundfahrten in und um Granterath. Die Treckerfreunde drehten ihre Runden im Dorfgebiet, während die 55 Teilnehmer der großen Rundfahrt über Naturwege und umliegende Dörfer eine Strecke von gut 18 Kilometern zurücklegten. Die restlichen Zugmaschinen standen in Reih' und Glied rund um das Gelände der Mehrzweckhalle und konnten dort ausgiebig bewundert werden.

Zwei besonders aufregende Glanzstücke waren direkt vor dem Eingang der Halle für aller Augen gut sichtbar platziert: Markus Meurers top-restaurierter Deutz aus den 1930er Jahren, einer der ältesten Traktoren auf dem Treckertreff, und der amerikanische Sattelzug des niederländischen Ehepaars Jansen. Mehr als 30 Tonnen schwer und 18 Meter lang, war dieser altehrwürdige Gigant für echte Liebhaber schon mehr als genug Grund zum Schwärmen - auch ohne die Lokomotive, Baujahr 1947, die die Besitzer in einen gemütlichen Wohnraum verwandelt haben und die auf dem Rücken des Sattelzugs thronte.

"Dank der Wetterlage war der Treckertreff in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg", freute sich Karl Mones, der "Erfinder" des Traktorenspektakels. Das stimmte in mehr als nur einer Hinsicht. Denn wie auch in den vergangenen Jahren spielte neben der Freude der Besucher und Treckerfreunde noch etwas anderes eine bedeutende Rolle: Der Gedanke an die Unterstützung der Kinderkrebshilfe Aachen. Durch die Einnahmen der Cafeteria, Privatspenden von Gästen und die Erlöse der großen Tombola, bei der gesponserte Sachpreise im Wert von über 10.000 Euro verlost wurden, konnte wieder eine ganze Menge Geld gesammelt werden, das zusammen mit den Erlösen der weiteren Veranstaltungen der Traktorfreunde den kranken Kindern zugutekommen wird.

Während sich einige glückliche Besucher über die Hauptgewinne freuten - beispielsweise eine viertägige Berlinreise, einen Borussia-Tag mit Karten für ein Heimspiel des Vereins, oder Karten für ein Konzert von Lionel Richie - hofft Karl Mones, dass bis zur Treckersegnung in Matzerath im kommenden Oktober eine Spendensumme von 8000 Euro erreicht wird.

Zusammen mit den bisherigen Spenden kämen die Veranstalter somit auf eine beeindruckende Gesamtsumme von weit über 52.000 Euro.

Quelle: RP
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