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Erkelenz
Trigema-Inhaber Grupp rät zur Mitarbeiterpflege

Erkelenz: Trigema-Inhaber Grupp rät zur Mitarbeiterpflege
Trigema-Inhaber Wolfgang Grupp (2.v.r.) in der Diskussion mit Jan Kuper (Projektleiter Innovationsbüro für die Region/Berlin, l.), Moderatorin Barbara Mourad und Birgit Wintermann von der Bertelsmann-Stiftung. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Mitarbeiter finden, binden und qualifizieren ist für die WFG des Kreises Heinsberg ein Zukunftsthema. Dieses können Unternehmer in diesem Jahr, und bei Erfolg darüber hinaus, in einer Veranstaltungsreihe mit der WFG bearbeiten.

Begonnen wurde dieser Dialog in Erkelenz, wo in den Räumen der Volksbank am Mittwochabend nicht nur die ersten Qualitätssiegel "Familienfreundlicher Arbeitgeber" verliehen wurden, sondern zugleich der Auftakt zu "Finden & Binden" gegeben wurde - mit einem prominenten Gesicht: Wolfgang Grupp, der alleinige Geschäftsführer und Inhaber des Modeunternehmens Trigema, verdeutlichte, wie sein Unternehmen im ländlichen Raum Mitarbeiter findet und diese bindet.

Die Veranstaltungen, die sich in drei Workshops fortsetzen, sollen der WFG sowie den Unternehmern gleichermaßen helfen, erklärten Dr. Joachim Steiner von der WFG und Ulrich Schirowski vom Kooperationspartner Zweckverband Region Aachen. "Unsere Unternehmer stehen im Wettbewerb, nicht nur in den Absatzmärkten, sondern zunehmend auch um Personal", erklärte Steiner den Grund, weshalb gemeinsam Wege gegen den Fachkräftemangel gesucht werden sollen. Und Schirowksi ergänzte das Ziel: "Wir erhoffen uns, nach der Dialogreihe besser und mehr zu wissen, welche Hilfen die Unternehmen benötigen. Damit können wir sie danach noch gezielter, wie mit Förderprogrammen, unterstützen."

Einen reichen Erfahrungsschatz brachte Trigema-Inhaber Wolfgang Grupp zum Start der Dialogreihe ein. Die leitenden Positionen seien bei Trigema mit ehemaligen Lehrlingen besetzt: "Niemand zieht für den Beruf zu uns nach Burladingen." Deshalb hege und pflege er seine Mitarbeiter seit 47 Jahren. Viele Familien seien über Generationen beim Unternehmen beschäftigt. Es gebe eine Arbeitsplatzgarantie für die Kinder der Mitarbeiter.

Auch sollten Unternehmer alles unternehmen, um Fluktuationen bei Mitarbeitern zu vermeiden: "Für uns wäre das doch so, als müssten wir uns ständig an neue Ehepartner gewöhnen." Er binde die Mitarbeiter in Entscheidungen ein und spreche sie bei Problemen an. Erst das Miteinander im Unternehmen bringe wirtschaftlichen Erfolg. Flexible Dienstzeiten seien vor allem für Frauen wichtig.

Für Trigema wiederum seien diese als Mitarbeiterinnen wichtig. Letztlich müsse der Unternehmer seinen Betrieb bis ins Detail kennen und die Verantwortung für sowohl das Unternehmen als auch die Arbeitsplätze und damit für die angestellten Menschen übernehmen. Hierin könne sich der Mittelstand im ländlichen Raum von anderen unterscheiden.

(spe)
 
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