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Erkelenz
Trilogie des gelungenen Familientags

Erkelenz: Trilogie des gelungenen Familientags
Regionale Qualitäten bewiesen Metzger, Köche, Bäcker und der Fischhandel beim Kulinarischen Treff. Die Gäste pendelten zwischen Autoschau, raffinierten Köstlichkeiten und den geöffneten Erkelenzer Geschäften. FOTO: JÜRGEN LAASER
Erkelenz. Zwischen Autoausstellung, Modenschau und "Kulinarischem Treff" pochte am Wochenende das Erkelenzer Herz. Neun lokale Anbieter lockten mit Köstlichkeiten aus Fisch und Fleisch gut 10.000 Besucher an. Gedränge auch an Neuwagen. Von Jessica Balleer

Das hatte man beim "Kulinarischen Treff" zuvor noch nie gesehen: Wie eine Eins steht die Kreation Zentimeter hoch in der Tellermitte. Zwischen zwei fluffigen Brötchenhälften fließt goldgelber Käse herab auf die Frikadelle. 100 Prozent regionales Rindfleisch auf Tomaten, auf einem Bett aus grünem Salat: Der "Metzger-Burger" war eine der Innovationen auf der Speisekarte der Fleischerei Esser. Obwohl Esser wie auch Quasten oder Rösken seit Jahren beim "Kulinarischen Treff" zu finden sind, liest sich ihr Angebot auf der Speisekarte Jahr für Jahr erfrischend unterschiedlich.

Mit innovativen Gaumenfreuden wussten auch die drei Neulinge auf dem Markt zu überraschen. Erstmals hatte Anton's einen Stand aufgebaut, dessen heißes Herzstück ein massiver Keramikgrill namens "Big Green Egg" war, der bis zu 400 Grad Hitze entwickeln kann. Darin bereitete das Team von Christian Dorn allein gestern etwa 80 Kilogramm bestes Roastbeef und Wurst zu: "Das Rind stammt aus Berverath, das Schweinefleisch aus Wegberg. Wir zeigen heute unsere regionalen Qualitäten", sagte Dorn, der auf den Gewerbering zugegangen war und den Standplatz erhalten hatte. Gleich gegenüber bediente Julien Altmann vom Café und Bistro "Julien's" die Lust auf Flammkuchen. Süße, herzhafte und exotische Teigfladen à la "Mango-Chili" gab es in Probiergröße für vier bis fünf Euro. Im März hatte Altmann das Bistro auf dem Markt eröffnet und sprach gestern bereits von einer "sehr zufriedenstellenden" Resonanz. Die Zielgruppe seien vor allem die 25- bis 50-Jährigen. "Und alle, die sich gerne mal etwas gönnen", so Altmann. Das Café Klinkenberg war der dritte Neuling. Von der Bäckerei Lütterforst hatten sie den Verkauf der "Waffeln am Stiel" übernommen. Ab 1,25 Euro stillten kleine und große Fans von Naschwerk den Appetit auf Süßes. Den Besuchern schien das Angebot zu schmecken. Erste Warteschlangen bildeten sich ab 11 Uhr an den leichten Salaten oder der beliebten Fischsuppe von "Fisch Lemmen". Paare und Freundeskreise ließen sich treiben. Nicht der Hunger, sondern Appetit bestimmte Auswahl und Reihenfolge. Preislich allerdings befinde man sich an einer Grenze: "Wenn man mehrere Gerichte probieren möchte, sollte es bei vier, fünf Euro pro Gericht bleiben", sagte ein Ehepaar aus Holzweiler.

Frank Rucman und Carsten Forg (Gewerbering) zeigten sich von dem Konzept überzeugt: "Die Leute drehen sich durch die Stadt." Von der Autoausstellung schlenderten sie zu den Einzelhändlern, und "geschlemmt wird auf dem Kuli-Treff." Rucmans These bestätigte sich im Laufe des Nachmittags, als einige Hundert Zuschauer zur Modenschau an der Sparkasse applaudierten und die verkaufsoffenen Geschäfte besuchten.

Von 10.000 Besuchern sprach Frank Rucman. Stimmt diese Zahl, dann war die Trilogie rund um Markt und Burg erneut der erfolgreichste verkaufsoffene Sonntag des Erkelenzer Veranstaltungskalenders.

Quelle: RP
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