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Erkelenz
Turbulente Wahl beim FDP-Parteitag

Erkelenz. Gute Wahlergebnisse erreichten die FDP-Vertreter des Kreises beim Bezirksparteitag des Bezirksverbandes Aachen in der Oerather Mühle. Ein Mitglied wurde in den geschäftsführenden Vorstand, zwei in den erweiterten Vorstand berufen. Dabei verliefen die Wahlen teils turbulent. Mehrere Kandidaten fielen bei den Delegierten durch. Von Carsten Preis

Der Heinsberger Stefan Lenzen, Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag, ist neuer Schatzmeister des FDP Bezirksverbandes Aachen. Der in der Wirtschaftsförderung und im Controlling tätige Lenzen erhielt bei den Vorstandswahlen 87 Prozent der Stimmen. Der Schriftführer des Bezirks, Felix Becker vom Ortsverband Wegberg, trat für dieses Amt nicht mehr zur Wahl an. Bei der Wahl der zehn Beisitzer kamen anschließend Becker (74 von 80 möglichen Stimmen) und Christoph Böhm, Fraktionsvorsitzender im Wegberger Stadtrat, (68 von 76 Stimmen) auf die höchsten Zustimmungswerte des Abends.

Einigkeit bestand auch im Programm für die Landtagswahl. Dr. Ingo Wolf, NRW-Innenminister und Vorsitzender des Bezirksvorstands, stimmte die Delegierten in seiner Rede mit sozialem und bildungspolitischem Schwerpunkt auf die Landtagswahl ein. Er erhielt sehr wohlwollenden Applaus. Als Kandidat des Kreisverbandes Euskirchen wurde er mit 75 Prozent der Stimmen erneut zum Vorsitzenden gewählt. Sein erster Stellvertreter ist nun Dr. Werner Pfeil vom Verband Aachen Land (80 Prozent Ja-Stimmen). Peter Blum (Aachen Stadt) übernimmt das Amt des Schriftführers.

Eine große Kontroverse um den zweiten stellvertretenden Vorsitzenden konnte indes so gerade verhindert werden. Die erste Kandidatin, Bundestagsabgeordnete Petra Müller (Aachen Stadt), fiel mit 32 Ja- zu 45 Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen klar durch. Die Kandidatur des Ersatzkandidaten Dr. Philipp Rohde, ebenfalls Aachen Stadt, stand schon vor dem zweiten Wahlgang unter einem schlechten Stern, denn aus dem Plenum wurde der Vorwurf laut, es handele sich womöglich um ein abgekartetes Spiel. Auf Rohde entfielen 33 von 79 Stimmen. Erst nachdem Müller mahnte, die Gemüter wieder abzukühlen, einigten sich die Delegierten auf den Dürener Egbert Braks, der bei 80 gültigen Stimmen auf ein Ergebnis von 47 Ja- zu 27 Nein-Stimmen bei sechs Enthaltungen kam.

Aus ihrer Sicht sei die Bilanz des Bezirksparteitags positiv, erklärten Becker, Böhm und Lenzen am Rande der Veranstaltung. Der Kreisverband Heinsberg habe Einigkeit gezeigt, sagte Lenzen. Die teils turbulente Wahl könne er sich nur damit erklären, sagte Becker, dass es Groll im Aachener Stadtverband gegeben habe.

Quelle: RP
 
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