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Erkelenz
Unbekannte töten Bäume ab

Erkelenz. Vier Platanen müssen gefällt werden, weil sie auf mehrere Weisen beschädigt wurden. Die Stadt setzt 500 Euro für Hinweise auf den Täter aus. Von Andreas Speen

Auf rund 10 000 Euro beläuft sich der Schaden, den ein oder mehrere Unbekannte vier Platanen im Grüngürtel Erkelenz-West zugefügt haben. Es handelt sich nicht um die erste vorsätzliche Schädigung an Bäumen der Stadt Erkelenz, die Mitarbeiter des Grünflächenamtes festgestellt haben, aber um einen Schaden von größerem Ausmaß. Darüber berichtete Amtsleiter Stefan Heinrichs dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen. Dagegen will die Stadt Erkelenz nun vorgehen und setzt eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise aus, die zum Täter führen.

Die zerstörten Platanen stehen im Grüngürtel Erkelenz-West in Höhe der Nikolaus-Otto-Straße 17 und der Gottlieb-Daimler-Straße 18. Einst waren es schöne hochgewachsene Bäume, doch jetzt weisen sie massive Schäden und Verfärbungen an der Rinde des Stamms auf, "die nur durch Fremdeinwirkung zustande gekommen sein können", erklärte Stefan Heinrichs. "Zwei der Bäume haben nur noch eine lichte Belaubung in der Krone, was auf eine schwache Vitalität und eine Stresssituation für die Bäume hinweist." Dies jedoch sei nicht alles gewesen, was seine Mitarbeiter an den Bäumen feststellen mussten: "Sie rochen Diesel oder ähnliches."

Das Grünflächenamt ging dem Verdacht nach. Sie beauftragte ein Bodengutachten. Und das bestätigte inzwischen, dass Heizöl oder Diesel im Wurzelbereich der Bäume ausgeschüttet worden war. Heinrichs sprach von einem "krassen Fall" vorsätzlicher Schädigung städtischer Bäume.

Um zu verhindern, dass sich das Heizöl oder der Diesel weiter ausbreiten, müssen etwa zwölf Kubikmeter Boden abgetragen und entsorgt werden. Die vier Platanen müssen infolgedessen gefällt werden. Heinrichs hat einen Schaden von 1500 bis 2000 Euro pro Baum errechnet, welcher der Stadt Erkelenz entstanden ist. Entsorgungskosten für das belastete Erdreich und für die vier Bäume kämen noch hinzu, erklärte er den Politikern im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen. Mit dem anschließenden Auffüllen der Fläche mit neuer Erde und dem Pflanzen neuer Bäume sei der Stadt ein Gesamtschaden von mehr als 10 000 Euro entstanden.

Das Grünflächenamt verspreche sich wenig von einer Strafanzeige, erklärte Heinrichs, sagte den dazu drängenden Politikern Ferdinand Kehren (SPD) und Stephan Pütz (Grüne) aber zu, eine Strafanzeige zu stellen. Zugleich aber lobte das Grünflächenamt 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung des oder der Täter führen. Zu erreichen ist das Grünflächenamt über die Zentrale der Stadtverwaltung unter der Telefonnummer 02431 850.

Quelle: RP
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