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Serie Mit Liebe Gemacht - Teil 6
Unikate für Kopf, Hals und Körper

Serie Mit Liebe Gemacht - Teil 6: Unikate für Kopf, Hals und Körper
Kirstin Morgalla fertigt individuell und hochwertig an, was an Kopf, Hals und Körper getragen werden kann. Die eigentliche Arbeit bestehe darin, sagt sie, immer neue ausgefallene Stoffe zu finden. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Kirstin Morgalla fertigt mit viel Liebe zum Detail schönen Mützen, Schals und Kleider für Kinder wie auch stilvolle Taschen für unterschiedliche Zwecke und Lichterketten an. Viel Wert legt sie dabei auf hochwertige, unbelastete Materialien. Von Nicole Peters

Vor allem auf die von ihr gefertigten Mützen-Sets erhält sie auf den Kunsthandwerks- und Kreativmärkten viele positive Reaktionen, erzählt Kirstin Morgalla. Dank aufwendiger zusätzlicher Handarbeit können die Kopfbedeckungen von beiden Seiten getragen werden. Einerseits zeigen sie bunt bedruckte Motive wie Großstadtansichten in kindgerechter Formensprache. Auf der anderen Seite sorgen unterschiedliche Farbtöne mit Sternchen-, Punkt- oder Streifenmuster für lange Tragbarkeit bis ins Erwachsenenalter. Zusammen mit passenden Schals sind die Sets neben Lichterkettenkreationen die besonders beliebten Stücke in ihrem umfangreichen Repertoire.

"Es steckt richtig viel Arbeit drin, wenn man etwas anders macht", betont Morgalla. Bei den Mützen in lockerer Beanie- oder anliegender Form bringt der doppelte Nutzen zusätzlichen Aufwand mit sich. Auf ihrem Zuschneidetisch im Keller liegt ein Stapel fertiger Schnitte, die sie mit der Industrie- und Haushaltsnähmaschine, mit der sie im Wohnbereich arbeitet, zusammennähen wird. "So sind sie variabel und in Einheitsgröße vom Alter eines halben Jahres an tragbar." Der für Mützen, Schals, Halssocken (nach vorne und hinten abschließende breite Tücher) und Kinderkleidung verwendete Jerseystoff ist dehnbar, qualitativ hochwertig und unbelastet. Ein farbiger Abschluss aus elastischem Bündchenstoff gibt den Mützen den nötigen Halt. Die eigentliche Arbeit bestehe darin, immer neue ausgefallene Stoffe zu finden, sagt sie weiter.

Oftmals sind es Eigenproduktionsstoffe ausgesuchter Stoffanbieter im Internet oder der Fachgeschäfte "Zander" in Heinsberg und Mönchengladbach, die sie begeistern. Teils kann sie diese in unbeschränktem Umfang verarbeiten, teils sind ein Limit von zwei Metern und die Anzahl von maximal zehn Teilen vorgegeben. "Bei mir gibt es nur Unikate", versichert Kirstin Morgalla, die vor fünf Jahren mit ihren handwerklichen Arbeiten ein Kleingewerbe angemeldet hat und sie auf Märkten im näheren Umkreis verkauft, "immer variiere ich Stoff oder Ausführung".

Ebenfalls sorgsam hergestellte Einzelstücke sind die geschmackvoll gestalteten Lichterketten, die im Dämmerlicht mit angenehm leuchtenden LED-Lämpchen am Verkaufsstand ihre volle Wirkung entfalten. Mit Bio-Kleber fixiert Morgalla Stoffstreifen auf unterschiedlichen Trägerformen und setzt mit an der unteren Kante befestigten Bommelbändern oder Spitzen nostalgische bis moderne Akzente.

Ihr Anliegen, ausgefallene individuelle Sachen herzustellen, die so keiner macht, ist ebenso bei ihren genähten und teils bestickten Taschen und Hüllen für verschiedene Zwecke klar zu erkennen. Den selbst erdachten Spruch "Aus dem Bauch mitten ins Herz" hat sie mit ihrer Stickmaschine auf der Stoffhülle für den Mutterpass aufgebracht. "Halloo, kann mich bitte jemand wickeln?", fragt ein süßes Kindergesichtchen, das auf einer der liebevoll gestalteten Windeltaschen mit innenliegenden Fächern für Hygieneartikel inklusive Reißverschluss zu sehen ist. Kosmetiktaschen aus abwaschbarem Leinenstoff oder Taschen in dezenter Optik hat sie ebenfalls hergestellt. Neu dazu gekommen sind eine Patchwork-Decke mit Bio-Plüsch oder Teddy-Motiven sowie ein zweiter Kindermantel, der wohl mit aufgestickter mehrfarbiger Einhornabbildung und hellem weichem Wollstoff ein echter Hingucker werden wird.

"Seit 30 Jahren nähe ich mit der Maschine und habe mit Tischdecken und saisonal wechselnden Gardinen angefangen", blickt Morgalla auf ihre Tätigkeit zurück. Mit Schafkissen zur Geburt von Kindern und dem Kauf einer Stickmaschine ging es weiter, bis sie sich nach einer Phase der Ideenfindung erste Schnittmuster kaufte und dann so richtig mit der Handarbeit loslegte.

Quelle: RP
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