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Erkelenz
Venrath erinnert sich an das Ende des Zweiten Weltkrieges

Erkelenz. Ausstellung, Vortrag und Gedenken in der Kirche St. Valentin - Ortsausschuss lädt für 30. August ein.

An das Ende des Zweiten Weltkrieges und die Geschehnisse in Venrath und Kaulhausen vor 70 Jahren will der Ortsausschuss St. Valentin am Sonntag, 30. August, erinnern. Die Gedenkveranstaltung mit Vorträgen, Bild- und Filmpräsentation, Ausstellung und Andacht beginnt um 19 Uhr in der Kirche. Ab 18 Uhr ist ein Rundgang durch die Ausstellung möglich. Auch für Gedankenaustausch und Gespräch ist Gelegenheit.

"Wir wollen an die Ereignisse erinnern, der Kriegstoten gedenken und für 70 Jahre Frieden danken", lautet das Ziel. Dahinter steckt eine Menge: Wie haben die Menschen in den beiden Dörfern die letzten Tage und Stunden des Krieges erlebt? Was hat sie bewegt, verängstigt, verunsichert? Wie viel Leid und Trauer gab es in den Familien? Und wie haben die Menschen es geschafft, nicht nur ihre Häuser, sondern auch eine lebenswerte Heimat wieder aufzubauen, ein friedliches Miteinander zu gestalten? Auf Spurensuche hat sich das Team des Ortsausschusses begeben. Es wurden Zeitzeugen interviewt, historische Dokumente, Tagebuchaufzeichnungen und Fotos gesammelt, Filmmaterial aufbereitet, Vereinschroniken und Gemeinderatsprotokolle studiert. Viel ehrenamtliche Arbeit und Herzblut ist in die Arbeit eingeflossen. Entstanden ist ein Stück Heimatgeschichte. Einen besonderen Teil nimmt das Gedenken an die Kriegstoten ein: in einer von Pfarrer Werner Rombach mitgestalteten Andacht werden Kerzen entzündet für alle gefallenen und vermissten Soldaten und für die Menschen, die in Venrath und Kaulhausen durch den Krieg zu Tode gekommen sind.

Der Ortsausschuss hofft auf ein breites Publikum und lädt deshalb alle Mitbürger ein. Interessant dürfte die Veranstaltung auch für ehemalige Einwohner aus Venrath und Kaulhausen sein. Einige Zielgruppen hat das Team ganz besonders im Blick: Menschen, die die Zeit noch miterlebt haben - sie sind eingeladen, ihre Erfahrungen im Gespräch mit anderen zu teilen; die junge Generation ist eingeladen, in die Geschichte der Großeltern und Eltern einzutauchen; neu zugezogene Bürger erfahren Interessantes über die Geschichte ihrer neuen Heimat; Vereine finden sich beim Thema "Aufbauarbeit und Neubeginn" in der Ausstellung wieder.

Quelle: RP
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