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Erkelenz
Verein will erste "Erkelenzer Europatage" organisieren

Erkelenz. Der noch junge Verein "Erkelenz International" knüpft Kontakt nach England und plant Europatage.

Der Verein "Erkelenz International" hatte sich Sepp Becker aus Wassenberg zur Jahresversammlung eingeladen, um von ihm zu lernen. Becker ist Vorsitzender des dortigen Partnerschaftskomitees, das seit fast 50 Jahren mit Pontorson, der Nachbargemeinde der Erkelenzer Partnerstadt Saint-James, verschwistert ist. "Wir lesen mit großem Interesse über Wassenbergs Aktionen, zum Beispiel über die offenbar sehr erfolgreichen Europatage, und möchten aus erster Hand wissen, wie das geht", hatte der Vorstand von "Erkelenz International" die Einladung begründet.

Sepp Becker erfüllte die Erwartungen voll und ganz. Er konnte den Erkelenzern Informationen und Tipps geben, wie mit Hilfe von EU-Mitteln spannende Begegnungen zwischen Bürgern verschiedener EU-Länder organisiert werden können. "Wir planen auch in Erkelenz mit Hilfe von EU-Mitteln solche Europatage", sagte Ulrich Wendt, der als Vorsitzender des Partnerschaftskomitees in Erkelenz auch Mitglied bei "Erkelenz International" ist. Das Komitee entscheidet auf kommunaler Ebene über die Zuschüsse, welche die Stadt für partnerschaftliche Begegnungen bereitstellt. Das sind jährlich 5000 Euro - für alle Begegnungen inklusive der Schüleraustauschfahrten zusammen. Wassenbergs Europatage hingegen, an denen etwa 100 Personen aus mindestens drei Nationen teilnehmen, werden mit circa 15.000 Euro aus Brüssel unterstützt. Die Organisation von Erkelenzer Europatagen, bei denen die Teilnehmer über Themen wie demografischer Wandel, politische Entwicklung in Europa und der Welt, Entwicklung der Kommunen oder auch Auswirkungen von Flucht und Integration diskutieren, ist eines der Vorhaben von "Erkelenz International", heißt es in einer Pressemitteilung über die Jahresversammlung des Vereins. Außerdem wird das Jubiläum der Partnerschaft von Erkelenz und Saint-James im Jahr 2019 vorbereitet und sollen die bestehenden Kontakte sowohl nach Frankreich als auch in andere europäische Länder ausgebaut werden. Erste Kontakte nach Beaminster, der südenglischen Partnerstadt von Saint-James, wurden dazu geknüpft.

Seine Pläne für 2017 sprach "Erkelenz International" auf der Sitzung ebenfalls an. Zum Start der Tour de France im Juli wollen Radsportler aus Saint-James nach Erkelenz kommen. Mitte Juli fahren die "Freunde der Partnerschaft" nach Frankreich, und der Vorstand von "Erkelenz International" wird seine Diskussionsveranstaltungen zu europäischen Themen fortsetzen. Zentrale Aufgabe bleibt die Unterstützung von persönlichen deutsch-französischen Begegnungen. Dazu liegt dem Vorstand eine Liste von Vereinen in Saint-James vor, die großes Interesse an Kontakten haben. "Hier wollen wir alte Kontakte beleben und neue ermöglichen", erklärte Vereinsvorsitzender Theo Meurer.

Quelle: RP
 
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