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Kreis Heinsberg
Vergewaltiger ab morgen vor Gericht
Kreis Heinsberg. Nur mit Glück überlebte eine Frau am 21. Mai 2007 bei Tüschenbroich den Angriff. Nach der Vergewaltigung hatte der Mann mit einem Messer mehrfach in den Hals seines Opfers gestochen, dann flüchtete er. Die Schwerverletzte holte mit dem Mobiltelefon Hilfe. Sie wurde durch eine Notoperation gerettet. Wegen dieser Tat und weiterer Vergewaltigungen muss sich ab morgen ein 34-Jähriger aus Dremmen vor dem Landgericht Aachen verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten versuchten Mord und besonders schwere Vergewaltigung vor. Laut Anklageschrift hat der dreifache Vater im Bereich Oberbruch fünf Frauen überfallen und missbraucht. Bei den Taten zwischen Herbst 2006 und Mai 2007 soll er seine Opfer jeweils erheblich bedroht und körperlich verletzt haben. Mit bis zu 90 Zivilbeamten observierte die Heinsberger Kripo seit der ersten Vergewaltigung über Monate hinweg die örtliche Disco-Szene, wo der Täter seine Opfer gefunden hatte. Teilweise seien die Fahnder verdeckt als Taxifahrer oder Kellner eingesetzt gewesen, hieß es. Insgesamt wurden rund 1600 Speichelproben gesammelt und mit dem an den Opfern gesicherten DNA-Material verglichen.

In der Nacht zum 26. Mai 2007 überprüften Beamte im Diskotheken-Viertel einen Gelegenheitsarbeiter. Der wegen Eigentumsdelikten vorbestrafte Mann gab bereitwillig eine DNA-Probe ab. Ihre Auswertung ergab die Übereinstimmung mit dem Beweismaterial.

Am 1. Juni wurde der Mann in seinem Haus in Heinsberg festgenommen. Gegenüber der Polizei gestand er die Vergewaltigungen.

Quelle: RP
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