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Erkelenz
Vergnüglicher Abend mit Kabarettistin Eva Eiselt

Erkelenz. Die Kölnerin Eva Eiselt bietet in der Erkelenzer Stadthalle Kabarett der Extraklasse. Sie schlüpft in mehrere Rollen. Von Daniela Giess

Schwarze Hose, dunkelblauer Anorak, das Messgerät zum Überprüfen des durchschnittlichen Intelligenzquotienten in den Zuschauerreihen der Erkelenzer Stadthalle fest in der Hand: Erstmal mimt Eva Eiselt die Dame vom Ordnungsamt der Erka-Stadt, deren Aufgabe es ist, mit Hilfe einer neuartigen Luftfeuchtigkeits-App auf dem Mobiltelefon die Umgebung für den geplanten Auftritt kritisch unter die Lupe zu nehmen.

Nachdem auch die Deckenhöhe in der Stadthalle nicht zu beanstanden ist und die oben angebrachten Metallnetze von ihr als "richtig liebevoll" gelobt werden, liegt das Ergebnis der IQ-Messung nun endlich vor. Alles im grünen Bereich, stellt die Kölner Kabarettistin sichtlich erleichtert fest - die Veranstaltung in der Erkelenzer Stadthalle kann tatsächlich stattfinden. Denn bei einem durchschnittlichen Intelligenzquotienten unter 80 wird das Publikum von ihr üblicherweise wieder nach Hause geschickt und zum RTL-Gucken verdonnert.

Wer nach dem Auftritt der Dame vom Ordnungsamt Eva Eiselt erwartet, liegt falsch. Die Künstlerin aus der Domstadt liebt es, in verschiedene Rollen zu schlüpfen und dabei vor allem sich selbst gehörig aufs Korn zu nehmen. "Stockbesoffen" liege sie in ihrer Garderobe, unfähig, den geplanten Auftritt in der Erkelenzer Stadthalle zu absolvieren, lässt sie das erwartungsvolle Publikum durch ihre schwäbisch sprechende Assistentin Sigrid, von ihr selbst eindrucksvoll gemimt, wissen. Sigrid, so gar nicht künstlerisch veranlagt, versucht zu überbrücken, bis der Notarzt endlich eintrifft, um der Kabarettistin hinter der Bühne angeblich den Magen auszupumpen. Sigrid erzählt von Eheproblemen und ihrem von heftigen Schnarch-Attacken geplagten Mann Hans-Georg.

Und auch Uwe aus der ersten Reihe muss dran glauben. Denn als die Kabarettistin endlich auf der Bühne der Erkelenzer Stadthalle steht, sucht sie erstmal ihren Traummann. Einen Bankkaufmann findet sie in den Zuschauerreihen der Erkelenzer Stadthalle. Und einen, der gerne angelt. Und Uwe. Aber der hat seine bessere Hälfte neben sich sitzen.

Mit ihrem dritten Programm "Neurosen und andere Blumen" bereitete die Kölner Kabarettistin Eva Eiselt den Besuchern einen vergnüglichen Abend.

Quelle: RP
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