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Erkelenz
Viel Engagement mit Herz für die Patienten

Erkelenz: Viel Engagement mit Herz für die Patienten
Seit 20 Jahren in Erkelenz: Kardiologe Dr. Heribert Brück eröffnete 1994 die erste kardiologische Facharztpraxis im Kreis Heinsberg. Bald wird er den 37 000. Patienten behandeln. FOTO: JÜRGEN LAASER
Erkelenz. 1994 schlug Dr. Heribert Brück mit der kardiologischen Facharztpraxis in Erkelenz ein wichtiges medizinisches Kapitel auf. Von Anke Backhaus

Dr. Heribert Brück muss heute selbst lachen, wenn er sagt, dass er, aus dem Saarland stammend, vor 20 Jahren den Kreis Heinsberg - und hier die Stadt Erkelenz - zunächst auf der Landkarte suchen musste. Doch er hat Gefallen gefunden an Erkelenz. Hier eröffnete er schließlich die erste kardiologische Facharztpraxis im Kreis Heinsberg. Die Praxis blickt nun auf ihr 20-jähriges Bestehen zurück.

"Damals gab es zunächst Irritationen, weil im ungefähr selben Zeitraum in Erkelenz auch die radiologische Praxis ihren Betrieb aufnahm. Viele dachten, es gäbe eine zweite radiologische Praxis", erinnert sich Dr. Brück an die Anfänge. Doch das ist eben längst nur noch eine sympathische Randbemerkung, denn die Praxis des Kardiologen hat sich schnell als Glücksfall für Erkelenz und den Kreis Heinsberg erwiesen. In Kürze wird der 37 000. Patient in der Praxis behandelt - eine gewaltige Zahl. Noch heute werden Patienten der ersten Stunde von Dr. Brück behandelt.

Der Kardiologe ist den klassischen Weg gegangen und hat die internistische Ausbildung in Bonn absolviert, die kardiologische Zusatzausbildung durchlief er im Essener Elisabeth-Krankenhaus. "Der Wunsch nach einer eigenen Praxis war immer da", so Dr. Brück. Die Standortfrage hat er in Aachen mit der Kassenärztlichen Vereinigung geklärt - der Kreis Heinsberg war damals so etwas wie der weiße Fleck auf der kardiologischen Landkarte. In Erkelenz erkannte der Facharzt die Chancen für seine Praxis, die er zunächst an der Krefelder Straße 26 betrieben hatte. Vor rund sechs Jahren ist die Praxis ins Facharztzentrum gezogen, das neben dem Hermann-Josef-Krankenhaus liegt. Die Nachbarschaft und der enge Kontakt zur kardiologischen Abteilung des Krankenhauses ist vorteilhaft.

Was den Altersdurchschnitt seiner Patienten betrifft, so hat Dr. Heribert Brück zwei Gipfel ausgemacht. Die Gruppe der 30- bis 50-Jährigen und die Gruppe der über 80-jährigen Patienten, die wegen der immer älter werdenden Gesellschaft auch immer größer wird. Unterdessen behandelt Dr. Brück zunehmend junge Menschen, die einen Herzinfarkt erlitten haben. Hauptursache, so der Mediziner, sei das Rauchen. Immerhin: Im Lauf der Zeit hat der medizinische Fortschritt dafür gesorgt, dass die Patienten mit Herzerkrankungen gut leben können. Als so genannte Meilensteine bezeichnet Dr. Brück etwa die Behandlung der Akutinfarkte. "Heute bekommen alle Patienten Herzkatheter. Das hat es damals nicht gegeben, weil es nicht so viele Katheterplätze gab. Das hat einen deutlichen Einfluss auf die Sterblichkeitsrate der Patienten", so Dr. Brück. Auch die medikamentöse Behandlung - etwa bei Herzschwäche und Bluthochdruck - ist weit vorangeschritten.

Der Facharzt engagiert sich nicht nur in der Praxis. Darüber hinaus ist er Pressesprecher des Bundesverbandes niedergelassener Kardiologen, er ist Herausgeber der Fachzeitschrift "Kompendium Herz-Kreislauf", die gerade zur Frühjahrstagung in Mannheim erschienen ist. Dazu hält er Vorträge. Oft ist er auch Gastautor der Rheinischen Post.

Sich selbst hält er mit Laufen fit. Dr. Brück ist begeisterter Marathonläufer. Im Herbst plant er, in München an den Start zu gehen. Und das kann er auch gleich mit einem Familienbesuch kombinieren: Sein Sohn arbeitet dort als Arzt - als angehender Kardiologe.

Quelle: RP
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