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Erkelenz
Wachsende Aufgaben und neue Chance

Erkelenz: Wachsende Aufgaben und neue Chance
Bürgermeister Peter Jansen (Kuratoriumsvorsitzender der Hermann-Josef-Stiftung), Ulrike Clahsen (Hospiz-Koordinatorin der Stiftung), Verwaltungsdirektor Jann Habbinga, Stephan Demus (Pflegedirektor) und Björn Clahsen (Hospiz-Leiter). FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Die Hermann-Josef-Stiftung stellt sich in der Hospiz-Arbeit neu auf und ernennt für das Krankenhaus in Erkelenz einen neuen Pflegedirektor. Ulrike Clahsen soll ein neues ambulantes Hospiz-Angebot aufbauen. Von Andreas Speen

Personell und in der Organisation hat sich die Hermann-Josef-Stiftung in Erkelenz für künftige Aufgaben neu aufgestellt. In einer gemeinsamen Pressekonferenz wurden ein neuer Pflegedirektor für das Krankenhaus vorgestellt sowie eine Neuausrichtung der Hospizarbeit, die ab November neben dem stationären ein zusätzliches ambulantes Angebot umfassen wird.

"Zwei Ideen wurden an das Kuratorium der Stiftung herangetragen, die in deren Sinne stehen, den Menschen zu dienen", berichtete Bürgermeister Peter Jansen als Vorsitzender des Kuratoriums von letztlich leichten Entscheidungen. Zum einen wurde Stephan Demus zum 1. Oktober zum Pflegedirektor ernannt; zuvor hatte er sich Jansen zufolge als stellvertretender Pflegedirektor und zuletzt kommissarischer Leiter bewährt. Und zum anderen wird ab November die bisherige Leiterin des Hospizes, Ulrike Clahsen, für die Hermann-Josef-Stiftung einen ambulanten Hospizdienst aufbauen, dessen Ehrenamtlichen sich um Patienten, Angehörige und Mitarbeiter in den der Stiftung angeschlossenen Einrichtungen kümmern sollen. Leiter des stationären Hospizes wird Björn Clahsen.

"Vor eineinhalb Jahren haben wir uns von unserem Pflegedirektor getrennt", berichtete Jann Habbinga, Verwaltungsdirektor der Hermann-Josef-Stiftung. In der Folge habe Demus diese Aufgabe kommissarisch übernommen. Als er sich jetzt auf die neu zu besetzende Stelle beworben habe, hätten Kuratorium und Stiftungsverwaltung dies gerne angenommen. Künftig vertreten wird der neue Pflegedirektor vom Pflegedienstleiter. Weil aber die Aufgaben gewachsen sind und mit der Erweiterung um eine Neurologie ab Januar das zu betreuende Personal von 450 Mitarbeitern um etwa 25 wächst und das Krankenhaus dann die 400-Betten-Grenze überschreitet, wurden zudem eine Mitarbeiterin für das Qualitätsmanagement eingestellt und die Personalabteilung für das Controlling aufgestockt. Die Veränderungen in der Erkelenzer Hospizarbeit werden durch die jüngste Änderung des Palliativ- und Hospizgesetzes ermöglicht. Ulrike Clahsen erkannte darin die Chance, für die Hermann-Josef-Stiftung einen eigenen ambulanten Hospizdienst etablieren zu können. An der guten Zusammenarbeit mit dem in der Region tätigen ambulanten Hospizdienst Regenbogen werde sich nichts ändern, betonten sowohl Ulrike Clahsen, als auch Jann Habbinga und Björn Clahsen, der neue Leiter des stationären Hospizes. Vielmehr zielen sie auf eine Erweiterung des Angebots ab.

"Wir wollen mit den Ehrenamtlichen des ambulanten Hospizdienstes akut und schnell im Krankenhaus helfen können", erklärte Ulrike Clahsen, die als Hospizleiterin ausscheiden und eine neue Position als Koordinatorin des ambulanten Dienstes bei der Hermann-Josef-Stiftung antreten wird. Dazu sagte Jann Habbinga: "Dadurch vergrößern wir unser Angebot an den Menschen, die bei uns sind. Der Bedarf ist riesig. Die Ehrenamtlichen sollen den Patienten, deren Angehörigen und auch unseren Mitarbeitern zur Seite stehen", worin er sich nicht zuletzt eine Entlastung des Krankenhauspersonals und einen Betrag zu dessen Gesunderhaltung verspreche. "Die Ehrenamtlichen des ambulanten Hospizdienstes werden Hilfen leisten können, die über unser fest angestellte Personal nicht leistbar wären." Starten will Ulrike Clahsen mit den zurzeit 24 aktiven Ehrenamtlichen zunächst auf der Geriatrischen und Palliativstation. Eine weitere einjährige Schulung, für die bereits 35 Personen Interesse angemeldet haben, soll bald beginnen. Entwickeln soll Clahsen, die im Jahr 2000 bereits das Hospiz aufgebaut hatte, einen Pool an ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Quelle: RP
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