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Erkelenz
Weg ist frei für grünen Strom

Erkelenz: Weg ist frei für grünen Strom
Auf der Freifläche neben der Grünannahmestelle der Stadt Erkelenz sind 2772 Solarmodule errichtet worden. Bürgermeister Peter Jansen und Volksbank-Chef Dr. Veit Luxem setzten die Anlage gestern in Betrieb. FOTO: RUTH Klapproth
Erkelenz. Die große Freiflächenphotovoltaikanlage neben der Grünannahmestelle ist offiziell am Netz. Bei voller Auslastung produziert sie 700.000 Kilowattstunden Strom und kann mehr als 200 Vier-Personen-Haushalte pro Jahr versorgen. Von Anke Backhaus

Kleiner Knopfdruck, große Wirkung - jedenfalls für die Umwelt. Der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen und Dr. Veit Luxem, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Erkelenz, gaben gestern den Weg frei. Sie nahmen gemeinsam die Solaranlage, die auf dem Gebiet neben der Grünannahmestelle der Stadt Erkelenz entstanden ist, in Betrieb. Diese große Freiflächenphotovoltaikanlage ist somit ans öffentliche Netz angeschlossen und speist den grünen Strom ein.

"Auf öffentlichen Dächern haben wir begonnen, nun eröffnen wir diese große Anlage", freute sich Luxem. Er blickte kurz zurück, als im Jahr 2008 die Erkelenzer Sonnenschein eG gegründet wurde. Bis jetzt wurden sieben Solaranlagen auf den Dächern städtischer Gebäude realisiert. Die Genossenschaft erzeugt damit pro Jahr rund 160.000 Kilowattstunden grünen Strom. Anders ausgedrückt: Mehr als 40 Vier-Personen-Haushalte können damit im Verlauf eines Jahres mit Strom versorgt werden. "Der Wert wird sich nun deutlich erhöhen", sagte Luxem weiter. Denn: Durch die Inbetriebnahme der 750 Kilowatt-Anlage, für die 2772 Solarmodule errichtet worden sind (66 Ständetische mit jeweils 40 Modulen), können bei voller Auslastung 700.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden, mehr als 200 Haushalte können so versorgt werden.

Bürgermeister Peter Jansen erinnerte sich gestern an die ersten Ideen, eine solche Anlage zu realisieren. Dies sei vor zwei Jahren gewesen. "Wir wollen die erneuerbaren Energien ganz konkret. Doch es sind mehrere Komponenten nötig, um Ideen erfolgreich umzusetzen: Einer muss die Idee haben, einer muss sie wirtschaftlich umsetzen und einer muss her, der das alles mit Sachverstand umsetzen kann", sagte Jansen, der die Zusammenarbeit zwischen Stadt Erkelenz, Volksbank und deren 131 Mitgliedern der Genossenschaft sowie psm Nature Power Service & Management aus Erkelenz besonders lobte. Jansen: "Wir setzen mit Projekten wie diesem Zeichen."

Torsten Stoll von psm erwähnte, dass statt der 750-Kilowatt-Anlage eine 1400-Anlage geplant gewesen sei. Doch es bestehe noch Platz zur Erweiterung. Zu den Kosten äußerte sich Sven Börstinghaus vom Volksbank-Vorstand. "Das Investitionsvolumen beträgt rund 670.000 Euro. Ein Drittel davon kommt über das Eigenkapital der Genossen zusammen."

Starteten die Anlage gemeinsam: Dr. Veit Luxem, Vorstandsvorsitzender der Voksbank (3. v. re.) und Bürgermeister Peter Jansen (2. v. re.). FOTO: Anke Backhaus

Mit ganz besonderem Stolz blickte auch Oliver Franz gestern auf die neue Anlage neben der Grünannahmestelle. Für den Klimaschutzmanager der Stadt Erkelenz stellt die Freiflächenanlage ein Leuchtturm-Projekt dar. "Als Klimaschutzmanager denke ich natürlich immer in CO2-Reduzierung. Dieses herausragende Objekt schafft pro Jahr eine CO2-Einsparung in Höhe von 50 Tonnen pro Jahr." Franz erklärte, dass das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an erneuerbaren Energien sehr groß sei. In diesem Zusammenhang spricht der Erkelenzer Klimaschutzmanager Oliver Franz immer wieder von einem großen Potenzial, das vor allem private Hausdächer mitbringen.

Quelle: RP
 
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