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Erkelenz
Zäsur im Burgh-Chor gut gemeistert

Erkelenz: Zäsur im Burgh-Chor gut gemeistert
Im November sang der Burgh-Chor gemeinsam mit Solisten und dem Kirchen- und Projektchor Rheindahlen im Meisterkonzert. FOTO: JL (ARCHIV)
Erkelenz. Rund zwei Jahre arbeitet der nun 33 Jahre bestehende Cornelius-Burgh-Chor im Heimatverein der Erkelenzer Lande unter dem neuen Leiter Reinhold Richter. In diesem Jahr setzen das Stadt-Jubiläum und eine Berlinreise Akzente. Von Angelika Hahn

Im Januar 2014 gab es die Zäsur beim Cornelius-Burgh-Chor des Erkelenzer Heimatvereins: Der langjährige Chorleiter und Mitgründer Professor Norbert Brendt gab nach über 30 Jahren den Taktstock an den Rheindahlener Kantor Reinhold Richter weiter. Der überregional bekannte Kirchenmusiker wollte die Tradition fortsetzen, aber auch neue Akzente setzen. Dass ihm das gelungen sei, bestätigte Chorsprecher Robert Klein jetzt im Pressegespräch gemeinsam mit Richter und Bernd Finken, der ebenfalls dem im vergangenen Jahr neu gegründeten neunköpfigen Leitungsteam angehört und gerade die Homepage des mit rund 50 Mitgliedern wohl stärksten "Arbeitskreises" im Heimatverein der Erkelenzer Lande auf Vordermann bringt.

"Wir fühlen uns alle sehr gut mitgenommen", resümieren Klein und Finken. Richter sei zwar fordernd in den Proben, aber auch einfühlsam, humorvoll und angemessen im Ton. Klein bestätigt: "Die Atmosphäre stimmt." Der immer sehr gute Probenbesuch bestätige das.

Beim Rückblick auf das vergangene Jahr hebt Richter natürlich das hochgelobte Großprojekt "Messa da Requiem" von Verdi - in Gemeinschaft mit dem Kirchen- und Projektchor Rheindahlen, namhaften Solisten und Orchester - besonders hervor, das in Rheindahlen und Erkelenz zu hören war. Auch Abstecher wie etwa in die Gladbach Citykirche im Advent setzten neuen Akzente. Tradition ist und bleibt das Serenadenkonzert zusammen mit dem Collegium Musicum der Kreis-VHS, das in diesem Jahr am 3. Juli "open air" im Burghof Erkelenz (bei Regen in der Stadthalle) stattfinden wird. Das Adventskonzert hingegen - ebenfalls ein fester Terminpunkt im Jahreskalender - wird 2016 erstmals in der Lövenicher Kirche und gemeinsam mit dem Blockflötenensemble St. Helena bestritten.

Zu den neuen Akzenten, die Richter setzen will, gehört die Einstudierung bislang selten oder kaum gespielter Werke von Komponisten aus der Region: In diesem Jahr ist es eine A-cappella-Messe aus den 1950er Jahren des verstorbenen früheren Gladbacher Musiklehrers Hermann Bruttger. Das Werk in "gemäßigt moderner Musiksprache" nennt Richter "sehr anspruchsvoll" für einen Amateurchor.

Vermutlich wird der Cornelius-Burg-Chor diese Komposition auch bei seiner Berlinreise vom 16. bis 18. September mit im Gepäck haben. Für diese Reise, ein Höhepunkt für den Chor in diesem Jahr, knüpfte Richter an eigene Verbindungen durch Auftritte im Berliner Dom und im Französischen Dom an. In beiden Kirchen wird der Chor singen, im Berliner Dom einen Gottesdienst mitgestalten.

Kurz vorher, am 10. September, steht aber noch die Mitwirkung am Festakt zur 1050-Jahr-Feier der Stadt Erkelenz auf dem Programm. Und natürlich dürfen in diesem historischen Kontext Werke des Namengebers Cornelius Burgh nicht fehlen. Der Chor pflegt nach wie vor das von Norbert Brendt geförderte Andenken an das Werk des Notars und Kantors, der von 1590 bis etwa 1638 in Erkelenz wirkte und Neuerern der geistlichen Musik wie auch Claudio Monteverdi nacheiferte.

Quelle: RP
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