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Kreis Heinsberg/Erkelenz
Zehn Jahre "Frauen machen Business"

Kreis Heinsberg/Erkelenz: Zehn Jahre "Frauen machen Business"
Zur Feier in den Räumen der Volksbank Erkelenz versammelten sich die 38 Mitglieder. Als Vorsitzende begrüßte Renate Kirchmann-Basiry die Anwesenden und gab einen Rückblick auf die Entwicklung des Netzwerkes. FOTO: Renate Resch-Rüffer
Kreis Heinsberg/Erkelenz. Sie haben allen Grund zum Feiern: Seit zehn Jahren besteht das Netzwerk von Unternehmerinnen und Freiberuflerinnen des Kreises Heinsberg "Frauen machen Business". Gefeiert wurde in Erkelenz. Von Renate Resch-Rüffer

Die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen, auf- und auszubauen ist die Grundidee des Frauen-Netzwerkes. Bei regelmäßigen Treffen kann ein Austausch stattfinden, der die Grundlage für gegenseitige Empfehlungen und Hilfestellungen bietet.

Zu der Feierlichkeit in den Räumen der Volksbank Erkelenz versammelten sich die 38 Mitglieder. Als Vorsitzende, begrüßte Renate Kirchmann-Basiry die Anwesenden und gab einen kleinen Rückblick auf die Entwicklung des Netzwerkes.

Im Jahr 2005 am Weltfrauentag entstand die Idee zu dieser Verbindung von selbstständigen Frauen in unterschiedlichen Branchen. 2006 organisierten einige Frauen des Kreises, mit den Gründungsmitgliedern gemeinsam, eine Messe in der Aula Hückelhoven, womit die Unternehmerinnen im Kreis in den Fokus gerückt wurden. Gemeinsame Werbeaktionen wurden durchgeführt, eine Website entstand.

Die zunächst 13 Frauen, die sich noch in unregelmäßigen Abständen trafen, gründeten im August 2009 den Verein "Frauen machen Business" Mit unterschiedlichen Veranstaltungen und Treffen wurde der Zusammenschluss bekannter und die Gruppe wuchs auf das Dreifache. "Es gefällt mir sehr gut, dass wir nicht nur das Geschäftliche im Blick haben, sondern auch Hilfestellungen geben", erklärt Renate Kirchmann-Basiry in ihrem Beitrag bei der Feierstunde zum runden Geburtstag.

Astrid Wolters, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Erkelenz, hat selbst Erfahrung mit Kontaktknüpfen. "Netzwerken ist keinesfalls ein nettes Plauderstündchen", erklärt sie. "Für Netzwerkarbeit braucht man einen festen Willen, es muss eine besondere Bereitschaft geben, Wissen und Erfahrung zu teilen, und das geht nicht ohne Selbstreflexion und dem ständigen Wunsch nach Verbesserung. Netzwerken heißt auch, über den Tellerrand zu schauen und es braucht ein hohes Maß an Toleranz."

Frauennetzwerke gibt es bereits seit dem 11./12. Jahrhundert, damals wurden sie Frauenzünfte genannt. Das Zeitalter der Hexenverbrennung, einige Jahrhunderte später, beendete dieses Engagement der Frauen. Heute haben sich Frauen erfolgreich etabliert, stoßen jedoch auf Problematiken wie fehlende Kinderbetreuung oder desolate Altersversorgung und haben damit meist einen schwereren Stand im Berufsleben. Oft werden sie nicht als Berufstätige wahrgenommen, sondern als Dazuverdienende oder im Betrieb Mithelfende, bezeichnet. Das Netzwerk bietet Frauen eine Plattform sich darzustellen, sich selbst und ihr Können zu präsentieren. "Es ist uns wichtig, dass das Frauennetzwerk anders ist. Als Frau hat man andere Themen und geht anders an Dinge ran", erklärt Alexandra Gedak, die die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Vereins übernommen hat. "Die Art des Umgangs unterscheidet das Frauennetzwerk von anderen Netzwerken", weiß sie.

Die Mitglieder sind nicht nur für sich selbst tätig. Was die Eine weiß, muss die Andere nicht neu erfinden, so werden Hindernisse gemeinsam überwunden. Die nächste Veranstaltung ist das Business Speed-Dating, am 28. Oktober, von 18.30 bis 21.30 Uhr im Restaurant Oerather Mühle, Roermonder Straße 36, in Erkelenz.

Quelle: RP
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