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Erkrath
156 Kinder feiern Erstkommunion

Erkrath. Katholische Kinder aus Erkrath und Unterbach empfangen ihre erste heilige Kommunion. Es gibt sieben Messen in den Gemeinden St. Johannes der Täufer, Mariä Himmelfahrt sowie St. Franziskus. Von Nicole Marschall

"Wir feiern ein Mahl. Liebe geht auch in unserem Alltag über das Essen. Wenn wir gemeinsam Mahl halten, erfahren wir, dass wir zusammengehören", erklärt die Website der Katholischen Kirche Kassel ganz kindgerecht den Sinn der heiligen Kommunion (Eucharistie, griechisch: Danksagung). Wenn Katholiken die Eucharistie feiern, danken sie also Gott und zeigen, dass sie mit ihm zusammengehören. "Wir gehen nicht allein durch unser Leben. Die Eucharistie sagt dir, dass da einer ist, der es mit dir aushält, auch wenn du dich noch so unmöglich verhältst", heißt es auf der Website weiter.

In Deutschland sind die meisten Kinder acht, neun Jahre alt, wenn sie ihre erste Kommunion empfangen und damit ihren Glauben bestätigen. Ein Alter, bei dem die Katholische Kirche davon ausgeht, dass die Kinder verstehen, was das heißt. Ein Alter, in dem sie sich erstmals selbst zu ihrer Religion bekennen, während die Taufe bei den allermeisten fremdbestimmt durch die Eltern geschah. Ob den Drittklässlern dieser zweite Glaubensschritt wirklich schon so verständlich ist, sei da hingestellt - die Spiritualität und Feierlichkeit des gemeinsamen "Mahls" spüren die jungen Christen in jedem Fall schon sehr deutlich.

"Gott will eine Gemeinschaft mit uns bilden", bringt Christoph Biskupek, Pfarrer der Franziskus-Gemeinde Hochdahl, die Bedeutung der Kommunion auf den Punkt. In seiner Gemeinde wird an den kommenden Sonntagen gleich vier mal Erstkommunion gefeiert: Am 10. und 17. April jeweils um 10.30 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche und am 24. April um 9.30 und 11.30 Uhr in St. Franziskus. "Wir haben ja nur so kleine Kirchen", erklärt Biskupek, "die sind schnell voll, wenn alle Verwandten mitkommen." Bei 80 Kindern, die in diesem Jahr in Hochdahl zum ersten Mal die heilige Kommunion empfangen, kommen in der Tat schnell große Festgemeinschaften zusammen!

Doch nicht nur als feierliches Familienfest hat das Sakrament für die Grundschüler heute noch Bedeutung. "Die Erstkommunion bedeutet den Kindern heute ähnlich viel wie uns damals, auch wenn die Gesamtgesellschaft säkularer geworden ist", ist sich Biskupek sicher: "Sie spüren, dass da etwas über uns hinaus greift." Insgesamt begehe man die Erstkommunion - samt ihrer Vorbereitung - heute aber deutlich gelassener und fröhlicher als vor 40 Jahren.

Und auch, wenn beim Ablauf mal etwas schief läuft, nimmt es der Pfarrer nicht so genau: "Wir haben heute viel mehr Nachsicht mit den Kindern. Da haben wir in den letzten Jahrzehnten einiges gelernt und gemerkt, dass wir es uns andernfalls schnell verscherzen können." Denn, sich bei den jüngsten Gemeindemitgliedern unbeliebt zu machen, wäre sicher die schlechteste Werbung für die Katholische Kirche.

In der Alt-Erkrather Nachbargemeinde St. Johannes der Täufer finden die Messen zur Erstkommunion am 10. April um 9 und um 11 Uhr statt. Hier werden insgesamt 36 Kinder ihre erste heilige Kommunion empfangen. Eine Woche später sind es in Mariä Himmelfahrt in Unterbach noch einmal 40 Mädchen und Jungen.

Quelle: RP
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