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Erkrath
48 Arbeitsplätze bei der Westphal GmbH gerettet

Erkrath. Die Sanierung des Erkrather Unternehmens ist durch eine Insolvenz in Eigenverwaltung erfolgreich abgeschlossen.

Die Sanierung der Industrie + Werbedruck Westphal GmbH ist erfolgreich zu Ende gegangen. Das Amtsgericht Wuppertal hat das Eigenverwaltungsverfahren aufgehoben. Zuvor hatte Ende September des vergangenen Jahres die Gläubigerversammlung den Sanierungsplänen zugestimmt und damit den Weg für die Beendigung des Sanierungsverfahrens geebnet.

Während des Verfahrens wurde Geschäftsführer Thomas Fischer durch den Sanierungsexperten Volker Schreck von der Kanzlei Buchalik Brömmekamp unterstützt. Volker Schreck agierte als Sanierungsgeschäftsführer im Unternehmen und unterstützte Thomas Fischer in allen insolvenzrechtlichen Belangen. Mittlerweile ist er planmäßig wieder aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Die Sanierung war laut Thomas Fischer erforderlich geworden, da das Unternehmen aufgrund der allgemein schlechten Wirtschaftslage in der Druckindustrie und des Wegfalls eines Großkunden drohend zahlungsunfähig geworden war. Statt eines Regelinsolvenzverfahrens, welches in den meisten Fällen die Zerschlagung des Unternehmens zur Folge hat, entschied sich Thomas Fischer für eine Insolvenz in Eigenverwaltung. Die Eigenverwaltung ist ein relativ neues Instrument zur Sanierung in Schieflage geratener Unternehmen. Dabei bleibt die Geschäftsführung weiterhin im Amt und kann die Geschicke des Unternehmens eigenständig weiter lenken. Anstelle eines Insolvenzverwalters wird lediglich ein Sachwalter bestellt, welcher in erster Linie die Aufgabe hat, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zu prüfen und die Geschäftsführung zu überwachen. Somit ist der Unternehmer sein eigener Insolvenzverwalter.

"Ziel des Verfahrens war es, das Unternehmen von Altlasten zu entschulden, es dadurch wieder wettbewerbsfähig für die Zukunft aufzustellen und möglichst viele Arbeitsplätze zu retten - dies ist uns gelungen" so Geschäftsführer Thomas Fischer. Seit der Aufhebung des Verfahrens kann das Unternehmen wieder frei von insolvenzrechtlichen Beschränkungen agieren. Erfreulich: 48 der 57 Arbeitsplätze konnten gehalten werden.

Der Insolvenzplan und die darin enthaltenen Sanierungsmaßnahmen erarbeitete die Geschäftsleitung mit dem Düsseldorfer Beratungsunternehmen Buchalik Brömmekamp. Kernstück der Sanierung war die Reduzierung der Kosten.

Quelle: RP
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