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Erkrath
Acryl-Malerei und Skulpturen im Kunsthaus

Erkrath: Acryl-Malerei und Skulpturen im Kunsthaus
Sigrid von Krüchten nahm erstmals an der Mitglieder-Ausstellung des Kunsthauses Erkrath teil. FOTO: Dietrich Janicki
Erkrath. Der Förderkreis "Kunst und Kulturraum Erkrath" lud zur Vernissage ein. Die Ausstellung im Kunsthaus zeigt ein breites Spektrum von Werken der Mitglieder. Von Thomas Peter

Hochkultur in Hochdahl? Eingeweihte wissen: das gibt es. Wie hoch die Kultur war, zeigte sich bei den Gästen. Unter anderem den neuen gewählten Bürgermeister Christoph Schultz und mehrere Vertreter des Stadtrats wie Detlef Ehlert und Bernhard Osterwind konnte Wolfgang Sendermann, Vorsitzender des Förderkreises "Kunst und Kulturraum Erkrath" zur Vernissage seiner Mitgliederausstellung im Kunsthaus begrüßen.

Feierlich und edel war die Atmosphäre, als Stefan Nordbeck seinen E-Bass zur Hand nahm und die mehr als 50 Gäste bei Wein und Quinoa-Bällchen fachsimpelten oder Kontakte knüpften beziehungsweise vertieften. Von den 54 Mitgliedern des Förderkreises sind 25 mit eigenen Werken bei der Ausstellung vertreten.

Das "jüngste" Mitglied, Sigrid von Krüchten, ist erst seit Juli mit dabei und hat ihr Relief-Bild "Tiagua" mitgebracht. Von Krüchten malt schon fast ihr ganzes Leben lang, hatte parallel zum Jura-Studium in Saarbrücken Malkurse belegt und später an Ausstellungen ebendort sowie im nahen Frankreich teilgenommen. "Meine Eltern wollten nicht, dass ich male. Das sei brotlose Kunst" erinnert sich von Krüchten.

Der Rundgang durch den Ausstellungsraum eröffnet einen Eindruck von breitgefächerten Kunstarten, von Acryl auf Leinwand bis zu abstrakten Skulpturen aus Metall und Marmor.

Conny Schönwald zeigt eine Schwarz-weiß-Fotografie "Ohne Titel", impressionistisch, verwackelt. Noch abstrakter die Aquarell-Mischtechniken von Ingo Helmes, die nur gerahmte Schattierungen von blau und schwarz zeigen.

Doch es gibt auch figürliches zu sehen, wie das lokalpatriotische "Düsseldorf" von Tatjana Shabanova oder "Über der/die Wupper", welches die Schwebebahn zeigt.

Der Förderkreis Kunst und Kulturraum wurde 2013 mit 13 Mitgliedern gegründet und ist seitdem gewachsen. Im alten DLRG-Gebäude an der Dorfstraße konnte man den Saal im Erdgeschoss und die Wohnung darüber von der Stadt anmieten und so das Kunsthaus schaffen. In der Wohnung wurden sechs Ateliers eingerichtet, während unten ausgestellt wird.

"Es spricht sich rum, dass wir hier ein schönes kleines Kunsthaus haben", so Wolfgang Sendermann. In diesem Jahr haben bereits vier Ausstellungen von auswärtigen Künstlern stattgefunden.

Und wie hält es Bürgermeister Schultz mit der Kunst? "In der 11. Klasse bescheinigte mir meine Kunstlehrerin, auf dem Niveau der 6. Klasse stehengeblieben zu sein" schmunzelt er. Ins Museum gehe er trotzdem gerne. Ab und zu. "Es freut mich, dass wir das Kunsthaus haben und so der Kultur einen Raum bieten können", sagt er.

Quelle: RP
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