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Erkrath
Ärger um die Hundekot-Tüten

Erkrath: Ärger um die Hundekot-Tüten
Die stellvertretende Bürgermeisterin Regina Wedding erinnert an die sachgerechte Nutzung der kostenlos erhältlichen Hundekot-Tüten. FOTO: N. Marschall
Erkrath. Statt die Tüten zu entsorgen, liegen die Plastikbeutel oft gefüllt in der Gegend rum. Von Nicole Marschall

"Tretminen" auf Gehwegen und in Parkanlagen sind immer wieder ein Ärgernis - auch in Erkrath. Die kostenlosen Hundekot-Tüten werden von den Bürgern offenbar oft nicht sachgerecht verwendet.

Die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners zu entsorgen, sollte eigentlich für jeden Hundehalter Selbstverständlichkeit sein - und dafür ein Plastikbeutelchen stets griffbereit bei jeder Gassirunde in der Tasche stecken. Die Stadt Erkrath hilft Hundehaltern sogar mit kostenlosen Hundekot-Tüten, die Stadt sauber zu halten. Die Tüten sind in den Bürgerbüros im Kaiserhof und am Hochdahler Markt erhältlich. Im Stadtgebiet stehen zudem mehrere Spender-Boxen, aus denen man sich ebenfalls kostenfrei Hundekot-Tüten ziehen kann.

Finanziert wurden diese Spender zum Teil aus dem städtischen Etat und zum Teil privat von Erkrather Bürgern. Umso ärgerlicher ist es, dass die Tüten oftmals zweckentfremdet werden und - statt zu einer sauberen Stadt beizutragen - wild in der Gegend verteilt herum liegen: leer und gefüllt.

In der Willbeck helfen sich genervte Anwohner inzwischen mit selbst gefertigten Hinweisplakaten, die deutlich machen, dass öffentliche Grünflächen keine Hundeklos sind. Die stellvertretende Bürgermeisterin Regina Wedding kennt das Problem: "Ich hatte solch eine Box an der Haltestelle Willbecker/Hackberger Straße installieren lassen. Diese Box war einer meiner Beiträge für eine saubere Stadt", erzählt sie: "Die Box hängt heute noch und wird auch regelmäßig von mir mit Hundekot-Tüten nachgefüllt. Leider sehe ich oft leere Tüten, überall wo die Boxen aufgestellt sind, in der Gegend herumflattern. Zudem liegen gefüllte Tüten oft in den Grünanlagen." Ob mutwillig oder gedankenlos - ein solches Verhalten ärgert nicht nur all diejenigen, die sich aktiv für eine saubere Stadt einsetzen. "Wir haben sehr viele Papierkörbe in unserer Stadt und man kann die Tüten dort vor Ort entsorgen oder mit nach Hause nehmen und dort entsorgen", so die stellvertretende Bürgermeisterin, die alle Bürger bittet, die Tüten nur zur Entsorgung der Hundehinterlassenschaften zu benutzen und die Tüten anschließend in einen Mülleimer zu werfen und nicht irgendwo liegen zu lassen. So tragen die Tüten mehr zur Umweltverschmutzung bei, als der Hundekot ohne Tüte.

Quelle: RP
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