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Erkrath
Angehende Künstler lernen, wie bunte Drucke entstehen

Erkrath: Angehende Künstler lernen, wie bunte Drucke entstehen
Friedel W. Warhus vom Hildener Künstlerverein H6 erklärt Emilia (10) den Umgang mit einer Druckwalzenpresse. FOTO: stephan köhlen
Erkrath. Was ist der Unterschied zwischen Hochdruck und Tiefdruck? Was ist eine Radierung und was ist Frottage? Eine Woche lang konnten sich angehende Künstler zwischen zehn und 14 Jahren unter fachkundiger Anleitung in allen Spielarten des Kunstdrucks austoben. Sie haben richtig was geschafft: Um die 20 eigene Bilder konnte jeder nachher mit nach Hause nehmen. Und sie haben viel gelernt - nicht oft hat man schließlich die Gelegenheit, über die Wasserfarb-Malerei in der Schule hinaus mit anderen Materialien zu arbeiten. Für den 20-stündigen Kursus im Kinderhaus Sandheide hatte Leiterin Annette Kapteina Henriette Astor und Friedel Warhus vom Kunsthaus H6 in Hilden gewinnen können. Die beiden sind "kampferprobt", da sie regelmäßig Kurse an der Kinder- und Jugendkunstschule Hilden anbieten. "Frau Kapteina ist selbst Mitglied in unserem Verein und hatte uns gefragt, ob wir das Ferienprogramm machen möchten", berichtete Friedel Warhus. Die Woche "Drucken & Experimentieren" ist nämlich Teil der "Sommer-Kunst-Akademie" im Ferienprogramm der Stadt Erkrath. Das Angebot ist für die Teilnehmer kostenlos, da es durch das Landesprogramm "Kulturrucksack NRW" gefördert wird. Von Thomas Peter

Welch ein Segen, schließlich brauchte man für die Druckerei viel Material, von Plexiglas-Platten über Styropor und Bastelmaterial bis zu den Werkzeugen zum Schneiden und Ritzen. Und natürlich jede Menge Farbe. Die für den Kunstdruck unerlässliche Walzenpresse konnte das Kinderhaus selbst zur Verfügung stellen.

Beim Tiefdruck wie der Radierung wird das Motiv in eine Zink- oder Kupferplatte eingeritzt. Die Ritzen füllen sich mit Farbe und erzeugen eine "Positiv"-Abbildung. Beim Hochdruck werden alle Flächen außer dem Motiv eingefärbt, so dass ein "Negativ" entsteht. Statt Kupfer und Linol verwendeten die Kinder Plastik- und Styropor-Platten, weil die leichter zu bearbeiten sind.

Emilia, Sirin, Maya, Fabio, Finan, Jan-Luca, Matthis, Yussef und Matteo waren sich am Ende alle einig: "Es hat Spaß gemacht". Als die Eltern am Freitag kamen, um sie abzuholen, waren sie überwältig von der Vielzahl der schönen Bilder. Bunte Vögel, Löwen und Schildkröten waren zu sehen, einige hatten Fantasy-Wesen wie Einhörner, Greife und Nachtmare ins Bild gesetzt. "Meine Kinder lesen Fantasyromane, das zeigt sich in den Motiven" bemerkte Sandra Ernst, Mutter von Finan und Matteo. Für eine Frottage hatte Matteo ein Kraken-Relief aus Pappe gebastelt, das dann mit Stempelfarbe durchgerieben wurde. Alle Kinder bekamen am Ende eine Urkunde und einen Rucksack.

Quelle: RP
 
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