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Erkrath
Angestellter der Kreissparkasse vereitelt Enkeltrick

Erkrath. Es ging um fast 90.000 Euro, die eine angeblich erkältete Schwägerin von einer Rentnerin in Hochdahl mehrfach telefonisch forderte. Die hilfsbereite Dame konnte letztlich durch ihren Kreissparkassen-Berater am Hochdahler Markt vor großem Schaden bewahrt werden.

Ihre Schwägerin befände sich in einer misslichen Lage, berichtete die Rentnerin ihrem Kundenberater in der Filiale am Hochdahler Markt: Für einen Hauskauf hätte sie 89.000 Euro überwiesen, die allerdings beim Empfänger nicht angekommen seien. Nun säße die Schwägerin beim Notar und bräuchte dringend das Geld. Zwar sei die Rentnerin zunächst misstrauisch gewesen, da die Stimme der Schwägerin ungewohnt klang. Als jedoch kurz darauf ein angeblicher Kommissar der Kripo Düsseldorf bei ihr anrief und die "Echtheit" der misslichen Lage der Schwägerin bestätigte, wichen die Zweifel bei der Seniorin.

Mehr als zehn Anrufe innerhalb einer Stunde verstärkten den Druck auf die ältere Dame, die allerdings ihrer Schwägerin "nur" mit 41.000 Euro aushelfen könne, dafür aber unverzüglich zur Kreissparkasse ginge.

Bei ihrem Berater schrillten nach Schilderung dieser Geschichte nach eigener Aussage "sämtliche Alarmglocken". Schnell wurde klar, dass hier der sogenannte "Enkeltrick" versucht wurde: Die Anruferin meldete sich ohne Namensnennung, forderte eine höhere Summe und erhöhte den Druck durch mehrfache Anrufe.

Die durch die Kreissparkasse eingeschaltete echte Kripo in Mettmann sowie ein Anruf bei der tatsächlichen Schwägerin brachten letztlich Gewissheit und bewahrten die Rentnerin vor hohem finanziellen Schaden.

Quelle: RP
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