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Erkrath
Anwohner klagen über Lärm

Erkrath: Anwohner klagen über Lärm
Die Erkrather Wohnungsbaugenossenschaft hatte an den Häusern an der Schlüterstraße die Kellerwände freigelegt, um sie neu abzudichten. Jetzt wird das Außengelände neu gestaltet. FOTO: Dietrich Janicki
Erkrath. Die Erkrather Wohnungsbaugenossenschaft bringt ihre Häuser an der Schlüterstraße auf Vordermann. Einigen Anwohnern jedoch dauert das zu lange. Sie fühlen sich durch die Arbeiten belästigt. Von Marita Jüngst

Umbau-und Gartenarbeiten im großen Stil verursachen auch schon mal Lärm. Wie stark der jedoch das Leben beeinträchtigt und wie oft die Baumaschinen laufen, darüber haben Anwohner der Schlüterstraße und die Erkrather Wohnungsbaugenossenschaft unterschiedliche Meinungen.

Fakt ist: Im vergangenen Jahr bekamen die Häuser an der Schlüterstraße 1-15 neue Kanäle. Dazu wurde der Boden bis zum Keller ausgebaggert. Anschließend wurden die Außenanlagen neu gestaltet, die nun für die Mieter neue Aufenthaltsmöglichkeiten bieten. Nach Abschluss der Arbeiten zog die Baukarawane die Schlüterstraße weiter hinauf, um dort ebenfalls die dringend nötigen Instandhaltungsarbeiten durchzuführen.

"Seit etwa eineinhalb Jahren wird der Garten umgestaltet. Dies geschieht mit schweren Geräten, die von morgens 7 bis 16 unablässig fahren, Hügel ab- und aufbauen. Es werden Steine zersägt und an allen Ecken und Enden Erde mit Baggern bewegt. Außerdem können wir den ganzen Tag wegen des Lärms und der Abgase kein Fenster öffnen und auch nicht lüften", so schildern Anwohner ihr Leid, das durch die Neugestaltungen verursacht werde.

Detlef Ehlert, Geschäftsführer der Erkrather Wohnungsbaugenossenschaft, kann die Aufregungen nicht nachvollziehen. Sicherlich werde es auch mal lauter, aber bestimmt nicht den ganzen Tag über. "Die Arbeiten sind schließlich sehr unterschiedlich", sagt er. "Wir haben das Vorhaben an der Schlüterstraße in zwei Bauabschnitte unterteilt", sagt Ehlert. Der erste Abschnitt ist fertig, nun seien die Häuser ab der Nummer 21 dran. Für die komplette Maßnahme hatte die Wohnungsbaugenossenschaft zwei Jahre veranschlagt. Für den langen Zeitrahmen gibt es laut Ehlert einen triftigen Grund: "Dabei handelt es sich um Instandhaltungsmaßnahmen, die anders als eine Modernisierung später nicht auf die Mieter umgelegt werden können." Die Kosten werden deshalb aus dem Bestand bezahlt. "Deshalb haben wird die Maßnahme über zwei Jahre verteilen wollen", so Ehlert.

Den Anwohnern jedoch dauert das zu lange. "Wir haben uns bei der Wohnungsbaugenossenschaft mehrfach beschwert und mit der zuständigen Bauleitung der Wohnungsbaugenossenschaft vor vier Monaten gesprochen. Man hat uns zugesagt, dass die Erdarbeiten bis Ende August abgeschlossen sein werden."

Sicherlich gebe es ein paar wenige Mieter, die sich beschwerten, räumt Ehlert ein. Dabei habe die Wohnungsbaugenossenschaft von vornherein schon Zugeständnisse gemacht. "Während der Bauphase zahlen unsere Mieter weniger", sagt Ehlert. Ob sich die Mieter, die sich gestört fühlen, und die Wohnungsbaugenossenschaft bis zum Ende der Arbeiten über den Lärm noch verständigen können, scheint zweifelhaft, denn der Lärm wird von beiden Seiten deutlich anders empfunden.

Quelle: RP
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