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Erkrath
Ausschuss empfiehlt höhere Hundesteuer

Erkrath. Einer der Tagesordnungspunkte in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am vergangenen Donnerstag war die Anhebung der Hundesteuer. Mit diesen Mehreinnahmen sollen Kassenlöcher gestopft werden.

Dabei, so legten Kämmerer Thorsten Schmitz und Bürgermeister Christoph Schultz dar, geht es um eine Erhöhung um zehn Euro jährlich für den ersten Hund. Damit, so führten die beiden aus, sei die in der Stadt für diese Vierbeiner erhobene Steuer im kreisweiten Vergleich nicht mehr am unteren Ende, sondern im "moderaten Mittelfeld" angesiedelt.

Von bislang zu entrichtenden 100 Euro per anno steigt der Betrag zukünftig auf die Summe von 110 Euro - für den ersten Hund. Zweit- oder Dritthunde bleiben unberührt. Mit dem neuen Hundesteuersatz ist eine Anpassung der Haushaltsansatzes von 275.000 Euro für das Jahr 2016 auf nunmehr 295.000 Euro für das kommende Jahr 2017 verbunden. "Insofern wird mit einer Ertragssteigerung in Höhe von etwa 20.000 Euro gerechnet", heißt es dazu in der Sitzungsvorlage 147/2016.

Die Idee einer Befragung sämtlicher Haushalte, um einen möglichst vollständigen Hundebestand zu bekommen, wurde nicht weiter thematisiert. Die Satzung hinsichtlich einer Sozialkomponente zu ändern, um eine Sozialklausel für ältere und ärmere Menschen darin aufzunehmen, wie von der BmU (Bürger mit Umweltverantwortung) gefordert, wurde abgelehnt. Gerade älteren Menschen bleibe oft nur noch der Hund, an dem zudem ihr Herz hinge. Diese Sozialklausel als so etwas wie eine Hundesteuer mit Herz wurde abgelehnt. "Ein zu hoher Aufwand, in jedem Jahr entsprechende Einkommensnachweise zu sichten", hieß es diesbezüglich.

Der einstimmig vom Haupt- und Finanzausschuss beschlossene Antrag wird nun am kommenden Donnerstag im Rat besprochen und würde dann zum 1. Januar 2017 wirksam. Der Rat tagt ab 17.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses an der Bahnstraße.

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