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Erkrath
Azubis entwickeln Gemeindelogo

Erkrath: Azubis entwickeln Gemeindelogo
FOTO: Nicole Marschall
Erkrath. Gleich mehrere Logos für unterschiedliche Angebote wie das Familienzentrum oder die Jugendarbeit waren bis jetzt bei der Evangelischen Kirche Hochdahl im Einsatz. Die meisten davon zeigten den Kirchturm der Neanderkirche. Jetzt hat die Gemeinde ein neues Logo eingeführt. Entworfen hat es Philipp Westhauser, Mediengestalter-Azubi, unterstützt von seiner Kollegin Jana Beersiek, die als kaufmännische Auszubildende Vorrecherchen gemacht hat.

"Wenn man Logos von Kirchengemeinden googelt, kommen immer Kirchtürme", hat sie herausgefunden: "Der Kirchturm ist nur ein Gebäude. Wir wollten aber die sozialen und familiären Werte der Kirche mehr herausstellen." Herausgekommen ist ein frisches, modernes Logo, das gänzlich auf den Kirchturm verzichtet. Stattdessen hat Philipp Westhauser die Menschen innerhalb der Gemeinde piktogrammartig in den Fokus gesetzt. Vier auf der Spitze stehende Dreiecke und vier Punkte in unterschiedlichen Blautönen zeigen stark abstrahiert, aber erkennbar Menschen, die jeweils eine Personengruppe symbolisieren. Wie ein Mosaik bilden sie zusammen eine Einheit, eine Gemeinschaft. "In unserem Logo werden die Altersgruppen von Jung nach Alt von Hell zu Dunkel dargestellt", erklärt er. Die verschiedenen Blautöne stellen dabei die unterschiedlichen Facetten des Glaubens dar. Außerdem wirke Blau beruhigend und vertrauenserweckend, so der junge Mediengestalter.

"Der Prozess vom ersten Gespräch bis zum fertigen Entwurf hat gut ein Jahr gedauert", erzählt Jürgen Treiber, der sich in der Gemeinde um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert: "Wir wollten im Presbyterium eine einmütige Entscheidung, dabei fiel die Trennung vom Kirchturm nicht leicht." Das neue Logo soll frischen Wind in die Außendarstellung der Evangelischen Kirchengemeinde bringen, mit der Zeit gehen und auch jüngere Menschen ansprechen. "Das alte Logo, das wir seit 1998 im Einsatz hatten, war von Älteren entworfen worden, das neue von noch sehr jungen Menschen", sagt Treiber.

Entwickelt haben die Auszubildenden das Logo im Rahmen eines Sozialprojekts, bei dem ihr Arbeitgeber seine Nachwuchskräfte eigenverantwortlich Projekte - vom Kundengespräch bis zur Realisierung - durchführen lässt. Für die Azubis ist das genauso reizvoll wie für die Kunden: So ist die Kirchengemeinde zum Nulltarif an ihr neues Logo gekommen.

(nm)
 
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