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Erkrath
Bewegend: Breakdance statt daddeln

Erkrath: Bewegend: Breakdance statt daddeln
Ganz schön anstrengend: Nach sechs Stunden Breakdance-Training am Tag sind die Kinder völlig ausgelastet. FOTO: Achim Blazy
Erkrath. Der Turn- und Sportverein Hochdahl bietet erneut ein Ferienprogramm für Kinder an. Das Tanzen erfordert Konzentration, macht aber allen Kids auch riesigen Spaß. Von Laura Micus

In der Sporthalle herrscht Ferienleben: Die Kinder rufen sich gegenseitig zu, dazu das Aufprallen der Bälle. Ein Ball rollt nach draußen auf den Platz, der elfjährige Martin rennt hinterher, um ihn wieder einzufangen. Gemeinsam mit elf anderen Kindern nimmt er am viertägigen Ferienprogramm des Turn- und Sportvereins (TSV) Hochdahl teil.

Jedes Jahr in den Schulferien organisiert der Sportverein Spiel und Spaß für Kinder, die ein bisschen Abwechslung zum Fernseher und Smartphone suchen. Es gibt immer andere Projekte, "das Element Sport ist aber immer dabei", sagt Taha Mansour, Sozialpädagoge und Übungsleiter im TSV. In diesen Osterferien gibt es bis Donnerstag ein Tanzprojekt, genauer gesagt: Breakdance.

Dazu ist Tanzlehrer Christian Olah aus Kaarst angereist, um die Kinder zu unterrichten. "Die Tanzschulen in Kaarst sind in den Ferien geschlossen", erzählt er, deswegen habe er Zeit, nun nach Hochdahl zu fahren. Die Idee habe Nils Tönnißen gehabt, der zur Zeit im TSV ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert und in Kaarst gemeinsam mit Christian Olah tanzt. Breakdance wird nun zum ersten Mal im Ferienspaß gemacht, sonst seien es aber auch immer künstlerische und kulturelle Projekte gewesen, verbunden mit Sport, so Taha Mansour.

Es ist eine anstrengende Woche für die Kinder, sie müssen viel lernen, doch aufgelockert wird das Ganze durch Pausen, in denen sie Ball spielen und sich auch mal ausruhen und essen können. Am ersten und zweiten Tag bringt Christian Olah den Kindern erste Tanzschritte bei. "Zur Einführung haben wir einen Film geschaut über Breakdance", sagt Taha Mansour. Dann begannen der Workshop und das Erlernen der Choreographie. Am Mittwoch gibt es einen Ausflug ins Düsseldorfer Tanzhaus und zum Abschluss fährt die Gruppe am Donnerstag gemeinsam in eine Kletterhalle.

Den Kindern gefällt das Programm. "Breakdance macht Spaß und der Trainer ist gut", sagt Martin. Er kann sich sogar vorstellen, später weiter zu tanzen. Auch die beiden Leiter sind zufrieden: "Die Konstellation der Gruppe ist schön", sagt Taha Mansour, die Kinder sind zwischen neun und elf Jahre alt und kommen aus verschiedenen Ländern. Christian Olah lobt die Kinder, denn natürlich sei es manchmal schwierig, konzentriert zu bleiben, aber alle zeigen Freude am Tanzen. Man sehe den Kindern an, dass sie glücklich sind, etwas geschafft zu haben, sagt er. "Man sieht es in ihren Augen." Es gäbe ein ganz eigenes Erfolgserlebnis, sagt auch Taha Mansour. So komme man in den Ferien auch mal weg vom Smartphone und rein in die reale Welt.

Das Programm geht jeden Tag von 10 bis 16 Uhr, damit sind die Teilnehmer ausgelastet. Die neunjährige Lethycia ist immer beim Ferienspaß dabei, weil sie so neue Freundinnen findet. "Ich spiele gerne mit den Anderen zusammen, sie sind auch sportlich", sagt sie.

Quelle: RP
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