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Heiraten bei Kerzenschein
Candlelight-Trauung in Erkrather Standesamt

Heiraten bei Kerzenschein: Candlelight-Trauung in Erkrather Standesamt
Die Standesbeamten Annegret Schiffers und Andreas Plümer trauten unter anderem Tanja Nadine da Broi und Michael Ostgathe. FOTO: D. Janicki
Erkrath. Das Erkrather Standesamt bietet nun auch Candlelight-Trauungen an. Aufgrund der Nachfrage wird es im nächsten Jahr gleich zwei solcher Termine geben: am Tag vor Heiligabend und vor Silvester. Von Marita Jüngst

Das Trauzimmer im Erkrather Rathaus zeigte sich von seiner ganz romantischen Seite. Kerzen auf dem Tisch, an den Wänden und im Blumentopf, Teelichter auf der Fensterbank, Lichterketten in den künstlichen Pflanzen und im Tannenbaum - bei den Candlelight-Trauungen kam Standesbeamtin Annegret Schiffers ganz ohne direktes Lampenlicht aus.

Im Stundentakt hatten sich die Brautpaare angemeldet, um sich erstmals bei Kerzenschein das Ja-Wort zu geben. So wie Tanja Nadine da Broi und Michael Ostgathe. Die beiden kamen aus Solingen, um im Erkrather Rathaus diese besondere Trauung zu erleben. Die Braut hatte sich im Internet informiert und war dabei auf das Angebot des Erkrather Standesamtes gestoßen, dort bei Kerzenschein zu heiraten. Schließlich sollte dieser Tag für sie etwas ganz Besonderes werden.

Besonders war der Tag auch für Annegret Schiffers und ihren Kollegen Andreas Plümer, die sich mit den Trauungen abwechselten. Von der romantischen Atmosphäre waren auch sie ein wenig erfasst. So gedämpft wie das Licht war denn auch die Stimme von Annegret Schiffers. Doch wenn's zu ergriffen wurde, ließ die erfahrene Standesbeamtin einen kleinen Scherz einfließen wie "da müssen Sie jetzt durch" oder ermunterte den mitgebrachten Fotografen: "das muss jetzt mit aufs Bild".

Zwischen den Trauungen war Andreas Plümer dann dafür zuständig, die heruntergebrannten Teelichter durch neue zu ersetzen. Immerhin standen am Abend sechs Eheschließungen nacheinander an. Und so lange hält selbst das beste Teelicht nicht durch. Mit wachsamen Augen hatten die Standesbeamten zudem immer die brennenden Kerzen im Blick. Aus diesem Grund war auch die Gästeschar begrenzt, damit es im Gedränge in dem kleinen Trauzimmer nicht zu einem Unglück kommen könnte.

Tanja Nadine da Broi und Michael Ostgathe hatten zwölf Gäste mitgebracht, die der Zeremonie andächtig folgten. Da bei Trauungen "vor allem die Männer immer ganz aufgeregt sind", wie Annegret Schiffers aus Erfahrung weiß, kam's gegen Ende noch zu einer kleinen Panne. Der Fast-Ehemann hatte den Ring zu fest ans Ringkissen geknotet. Annegret Schiffers nahm die Fäden selbst in die Hand und löste mit flinken und ruhigen Fingern den Knoten - trotz der schummrigen Beleuchtung.

Wer bei der ersten Runde der Trauungen bei Kerzenschein nicht zum Zuge kam, muss nun bis zum nächsten Jahr warten. "Am Tag vor Heiligabend und am Tag vor Silvester bieten wir die Trauungen wieder an", sagt Annegret Schiffers. Und zwar von 14 bis 21 Uhr. Allerdings hat sich die einfallreiche Standesbeamtin schon wieder etwas Neues ausgedacht. "Im nächsten Jahr wird es erstmals auch Trauungen an Halloween geben."

Die Eheleute in spe können dann gern im Kostüm kommen, Gäste inklusive. Nur für die schaurig schönen Deko-Artikel müssten die Brautleute dann selbst sorgen , sagt Annegret Schiffers. Eine Spinne, wenn auch nur aus Plastik, mag sie nicht in die Hand nehmen.

Mehr Infos zum Standesamt Erkrath gibt es im Internet unter www.erkrath,de

Quelle: RP
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