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Erkrath
Damen laden zur Patchwork-Ausstellung

Erkrath: Damen laden zur Patchwork-Ausstellung
Zum Adventkaffee mit Patchworkausstellung hatten Christina Richter (l.) und Ingrid Gröbe (r) eingeladen. FOTO: D. Janicki
Erkrath. Christina Richter und Ingrid Gröbe freuten sich über zahlreiche Gäste, die nach Millrath kamen. Von Hanna Eisenbart

Zu einem gemütlichen Adventskaffee, verbunden mit einer Patchwork-Ausstellung luden Christina Richter und Ingrid Gröbe in die Alte Kölner Straße in Hochdahl-Millrath ein. Schon beim Betreten der Räume wurden die Besucher von einer wundersamen weihnachtlichen Idylle gefangen genommen, deren Vielfalt sich erst langsam erschließen konnte.

Bereits seit mehr als 25 Jahren üben die beiden Jugendfreundinnen ihre tolle handwerkliche Kunst aus und Christina Richter hat sich im Jahr 1997 mit ihrem besonderen Hobby in ihrem Hause selbständig gemacht.

Zunächst fing alles ganz klein an - mit Nadel und Schere und 10 Stoffen - denn Kunst will gelernt sein. Anfangs dachte sie, dass teure Werkzeuge der reine Luxus seien, bis die Erkenntnis dämmerte, dass zu einem guten Ergebnis auch gutes Handwerkzeug gehört. So gehören eine Matte, ein Lineal und ein Rollschneider zur Mindestausstattung beim Patchworken.

Im Laufe der Zeit steigerten die beiden Freundinnen ihre Arbeit auf ein hohes künstlerisches Niveau und die Besucher entdeckten die unglaublich reiche Auswahl an Decken, Wandteppichen, Taschen und Kissenbezügen, die in immenser Fleißarbeit entstanden sind.

Heute verfügen die Patchworkerinnen über mehr als 600 Stoffe, die allesamt aus den Vereinigten Staaten von Amerika kommen und über Zwischenhändler in Deutschland und benachbarten Staaten bezogen werden. Einmal im Monat kehren bei Christina Richter an die 30 mittlerweile befreundete Kundinnen, zu einem "Stichelnachmittag" (welch nette Doppeldeutigkeit) ein und bei mitgebrachtem Kaffee und Kuchen gerät dieses gemütliche Treffen zum Austausch von Neuigkeiten und handwerklicher Hilfestellung.

Es wird nicht nur genäht im Hause Richter, - nein, das Sticken, Häkeln und das Stricken treffen hier auf viele Freundinnen mit so unterschiedlicher Begabung. So freute sich Wilma Bobbert aus dem benachbarten Mettmann, dass sie einer Kundin das Stricken von Socken abnehmen kann und ein Weihnachtsgeschenk für deren Tochter gerettet ist.

Ute Struck-Kruska ist schon mehr als zehn Jahre dabei und das Schwärmen nimmt kein Ende, Nützliches mit Menschlichem verbinden zu können.

Aufwendige Arbeiten, wie das Herstellen von Quilts (das sind Decken, die beidseitig gepatcht und mit Watte gefüllt werden), die Chenille - Technik und neue Muster ausprobieren, all das kann man bei Christina Richter in Kursen erlernen.

Ganz diffizile Arbeiten, wie die Fertigung von Macarons (einem runden Gebäck nachempfunden, das mit einer Füllung versehen ist), steuert Ingrid Gröbe, die offensichtlich Spaß am Friemeln hat, aus ihrem heimischen Nähzimmer in Köln bei.

Allein das Einsetzen eines Reißverschlusses zwischen die zwei Euro großen Plättchen könnte andere das Gruseln lehren.

Die beiden Freundinnen haben jedenfalls einen Traum verwirklicht: ihr Hobby zum Beruf werden zu lassen.

Quelle: RP
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