| 00.00 Uhr

Erkrath
Das Neanderland ist mordsmäßig spannend

Erkrath: Das Neanderland ist mordsmäßig spannend
Klaus Stickelbroeck ist einer der beiden Autoren des Krimi-Duetts. Das Buch hat sozusagen zwei Titel-Cover. FOTO: Achim Blazy
Erkrath. Sara Willwerth hat einen zweiten Band mit Kurzkrimis der Autoren Klaus Stickelbroeck und Nina George herausgegeben. Von Lars Mader

Schon lange hat Sara Willwerth, Geschäftsführerin der Buchhandlung Weber am Hochdahler Markt, Gefallen am Namen "Neanderland" gefunden. Zu Ehren des Neandervolks und seines Stammgebiets hat sie einen eigenen Bildband, einen Kalender und gar eine Essig- und Öl-Kreation im Angebot. Nun kommt mit dem Zweitling des Kurzkrimi-Duetts "Neanderlandbuch" eine weitere Variation der Heimatlinie hinzu.

Unterdes sei eine dritte Ausgabe schon in Planung, schwärmt Willwerth: "Mehr werde ich nicht verraten, weil ich mich so sehr freue, wenn das klappen würde, was wir da angedacht haben." Im Fokus steht zunächst die Neuerscheinung, dessen Inhalt, anders als beim Vorläufer, nicht von hiesigen Autoren, sondern durch den Blick von außen geprägt wird.

Eine weltläufige Perspektive gibt Nina George, deren Roman "Das Lavendelzimmer" inzwischen in 32 Sprachen Verbreitung findet, mit ihrem Beitrag "Die Stunden-Diebin" vor. Viel trägt sich darin an der Erkrather Randlage zwischen Schöne Aussicht und Neanderhöhe zu. Manchem Leser mag auffallen, dass die Titelheldin durch ihren Beruf als Buchhändlerin nicht von der Hand zu weisende Parallelen zu Herausgeberin Willwerth besitzt. Letztere zuckt mit den Schultern: "Da sage ich nichts zu. Um sich sein Bild zu machen, muss man es selber lesen."

Da George gerade auf Lesetour mit ihrem neuen Roman "Das Traumbuch" in Norddeutschland weilt, übernahm ihr schreibender Kollege Klaus Stickelbroeck den Erstvortrag aus diesem gemeinsamen Kleinwerk. Der sich selbst als schüchtern bezeichnende Niederrheiner bot den Premierengästen eine eindrucksvoll ins Schauspielerische übergehende Lesung seiner Story "Killer-Aufguss" an. Ort seiner Erzählung ist die Gruitener Birkensauna. Ein ermittelnder Kommissar gerät ins Staunen über die schier unbeschreibbare Körperlichkeit eines möglichen Täters: "...was in dessen Genen steckt, hat seit der Steinzeit das Neanderthal nicht verlassen."

In einer Auflage von 800 Stück ist das Bändchen nun erschienen. Im Paket mit der ersten Ausgabe kostet es 15 Euro. Als Einzelstück bekommt man "Neanderlandbuch 2" zum krummen Preis von 8,31 Euro. Mit echtem Mehrwert, der das kompakte Hardcoverbuch zum Erlebnisführer macht, ist in der Mitte ein Erkundungsvorschlag durchs Neanderland als Radtour samt Orientierungskarte enthalten. Diese Idee entspringt einer Kooperation mit dem Düsseldorfer Droste Verlag, der auch die Wanderbücher zum Neanderlandsteig herausgegeben hat.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Erkrath: Das Neanderland ist mordsmäßig spannend


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.