| 00.00 Uhr

Erkrath.
Dem Barfuß-Weg steht nichts mehr im Weg

Erkrath.: Dem Barfuß-Weg steht nichts mehr im Weg
Sabine Dreißigacker und Bernd Reifenscheid vom CBT-Wohnhaus St. Johannes hatten Erfolg mit der Präsentation ihres Projektes "Ge(h)fühl": Sie fanden Projektpartner zur Realisierung eines Barfuß-Wegs. FOTO: Nicole Marschall
Erkrath.. Für den Aktionstag der Wirtschaft im September wurden über 70 Projekte für gemeinnützige Organisationen vereinbart. Von Nicole Marschall

Die Projektmesse ist der letzte große Schritt vor dem eigentlichen Aktionstag der Wirtschaft im September. Dazu trafen im Bürgerhaus Hochdahl Unternehmen und gemeinnützige Organisationen aufeinander, um sich kennenzulernen und Vereinbarungen zu schließen.

74 Projektvereinbarungen konnte Wido Weyer, Vorsitzender des Wirtschaftskreises Erkrath (WkE) und Geschäftsführer der Mentor GmbH, bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen Ende der Projektmesse am Mittwochabend verkünden. Für die meisten Organisationen und Vereine war damit das erhoffte Soll erfüllt. Sie packten zufrieden ihre Informationen und mitgebrachtes Anschauungsmaterial wieder ein.

Dennoch gab es durchaus auch enttäuschte Gesichter. Einzelne Projekte blieben ohne Interesse und manche Teilnehmer fanden sogar für keines ihrer Vorhaben Projektpartner. "Wir sind dieses Jahr zum ersten Mal dabei", erzählt Ulrike Proba-Köhler vom Franziskus-Hospiz Hochdahl sichtlich enttäuscht, "weil wir angesprochen wurden, doch mal teilzunehmen. Und jetzt hat sich keiner gemeldet. Zu uns ins Hospiz traut sich scheinbar niemand". Woran es liegt, kann sie nur mutmaßen: "Bei unseren Projekten fehlt wahrscheinlich der Mitmach-Charakter. Außerdem müssen sich die Arbeiten mit dem laufenden Betrieb vertragen." Anstehen würden im Hospiz drei Projekte: Die Holzelemente am Eingang könnten einen neuen Anstrich vertragen, die Fensterrahmen im Innenhof müssten lasiert und die Fugen in der Gartenmauer ausgebessert werden. Einen Erfolg konnte das Hospiz-Team trotz ausbleibender Projektvereinbarung aber durch die Messe doch verbuchen: Ein Kontakt zu den Erkrather Pfadfindern wurde hergestellt.

Ohne Partner blieb auch die Ökumenische Initiative für die Eine Welt e.V. "Bei uns im Weltladen herrscht großes Chaos hinter der Tür", erzählen die Vorstandsmitglieder Regina Inger und Ingrid Fehrenbacher: "Dafür bräuchten wir ein Regal." Einfach eines kaufen geht nicht, sagen sie, da der zu nutzende Raum schräg verläuft. Eine selbst gezimmerte Lösung muss hier also her. Außerdem könnte der Weltladen einen Sonnenschutz gebrauchen. "Seit auf der Straße gegenüber einige große Tannen gefällt wurden, scheint bei uns die Sonne rein. Das ist natürlich schlecht für die Waren."

Sehr glücklich über den Verlauf der Projektmesse ist dagegen Marion Kremerius, Behindertenbeauftragte der Stadt Erkrath und Leiterin der Multiple-Sklerose-Selbsthilfegruppe MS-Treff Erkrath. "Bei uns ging alles ganz schnell", sagt sie strahlend. Um mit ihrer Gruppe gemeinsam kochen zu können, fanden sich Partner, die Lebensmittel spenden und einen Koch und eine behindertengerechte Küche zur Verfügung stellen.

Der Freundeskreis für Flüchtlinge hat Unterstützung für die Entwicklung eines Logos und der Website gefunden, am CBT-Wohnhaus St. Johannes wird dank des Aktionstags ein Barfuß-Weg für ganz neue Gefühlserlebnisse sorgen, und der Seniorenrat Erkrath wird mit Hilfe seiner Projektpartner mindestens eine, vielleicht aber auch mehrere Bänke im Bereich Anker-/Römerweg installieren können.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Erkrath.: Dem Barfuß-Weg steht nichts mehr im Weg


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.