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Erkrath
Deon Meyer präsentiert sein neues Buch

Erkrath. "Ich spreche nicht gut deutsch, aber ich verstehe alles!", sagte Deon Meyer. Der südafrikanische Schriftsteller hatte zwei Jahre lang Deutsch in der Schule und auch seine Muttersprache Afrikaans, eine Variante des Niederländischen, hilft ihm, Deutsch zu verstehen. Am Freitagabend war er zu Gast in der Aula des Gymnasiums Hochdahl, um sein neues Buch "Fieber" vorzustellen. Für Erkrath ein großes Ereignis: Als erfolgreichster Krimiautor Südafrikas liest Deon Meyer sonst nur in großen Städten. Von Thomas Peter

"Wir haben heute eine doppelte Premiere", freute sich Bürgermeister Christoph Schultz. Zum einen sei es die erste Veranstaltung, die von der Stadtbücherei zusammen mit der Buchhandlung Weber organisiert wurde. Zum anderen war es auch die Deutschlandpremiere des Romans "Fieber", der offiziell erst heute erscheint. Dementsprechend groß war das Interesse der Erkrather Krimi-Fans, die die Aula gut füllten, und auch Bundestags-Vizepräsidentin Michaela Noll ließ es sich nicht nehmen, auf der Tour durch ihren Wahlkreis bei Deon Meyer vorbeizuschauen.

Sara Willwerth, Inhaberin der Buchhandlung Weber, hatte den Stein ins Rollen gebracht und übernahm selbst die Moderation des Abends. "Der neue Roman ist ja etwas ganz anderes, als das, was Sie sonst geschrieben haben", stellte sich in Richtung Meyer fest. Statt einer Kriminalgeschichte ist "Fieber" ein Endzeit-Abenteuer. Ein Virus hat 95 Prozent der Menschheit ausgerottet. Der dreizehnjährige Nico versucht zusammen mit seinem Vater, in der nunmehr fast leeren Welt zu überleben. Deon Meyer las eine kurze Passage auf Afrikaans, dann übernahm der Schauspieler Klaus Grabenhorst die eigentliche Lesung. Vater und Sohn machen nachts mit ihrem Truck an einer Tankstelle Station, wo sie plötzlich von einer Horde wilder Hunde angegriffen werden. Die Sprache von Deon Meyer ist sehr bildlich, beschreibend und emotional. "How did you come up with this scenario?", wollte Sara Willwerth im Anschluss wissen. Deon Meyer habe schon lange eine andere Herausforderung gesucht und sei durch eine Kurzgeschichte auf die Idee mit der Apokalypse gekommen. Im Gespräch mit Willwerth und später mit dem Publikum erzählte Meyer noch viele Anekdoten aus seinem Leben. So erfuhr man, dass seine Vorfahren 1686 aus Hamburg nach Südafrika ausgewandert waren und dass sein erster Schreibversuch mit 14 von seinen Brüdern verrissen worden war. Zehn Jahre später habe er eingesehen, dass die Brüder recht hatten. "Fieber" hingegen halte er für sein bestes "writing" seiner Karriere, was erste Rezensionen auch bestätigten. Die Zuhörer konnten "Fieber" und andere Bücher von Meyer im Anschluss kaufen und signieren lassen.

Quelle: RP
 
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