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Erkrath
Diskussion: FDP will keine Gesamtschule in Erkrath

Erkrath. BmU sagt: Die Umfrage war nie autorisiert.

Wie geht es mit Erkraths Schulen weiter? Diese Fragen versucht der Schulentwicklungsplan zu beantworten, der derzeit fortgeschrieben wird. Nach der jüngsten Diskussion im Schulausschuss (die RP berichtete) hat nun die FDP Stellung bezogen.

"Eine Gesamtschule kann durchaus ein Gewinn für eine Schullandschaft sein", sagt FDP-Ratsfrau Inge Berkenbusch. Allerdings bewirke die Einrichtung einer Gesamtschule unausweichlich die Schließung von zwei Realschulen, der sehr gut angenommenen Erkrather Hauptschule und eines der beiden Gymnasien. Deshalb sei die FDP für den Erhalt der bestehenden Schulen und damit gegen die Gründung einer Gesamtschule in Erkrath. Die Meinungsbildung in der Elternschaft unterliege darüber hinaus "starken Schwankungen." Eine neue Gesamtschule in Haan könne durchaus zur Entspannung der Situation in Erkrath beitragen.

Christian Ritt (BmU) stellt in einem Brief an die RP noch mal klar: "Viele Eltern wünschen sich nach der Grundschule für ihr Kind eine Schule des längeren gemeinsamen Lernens (das heißt eine Gesamtschule, Sekundarschule). Der SEP muss beides berücksichtigen und verschiedene Modelle bzw. Empfehlungen erarbeiten." Aber: Die 2015 durch einige damalige Mitglieder der Stadtschulpflegschaft durchgeführte Gesamtschulumfrage sei von der Stadtschulpflegschaft nie autorisiert worden. "Sie war nicht korrekt und stark tendenziös formuliert", so Ritt. Im Schnitt wünschten 36 Prozent der Eltern eine Gesamtschule. Eine Lösung wäre ein kooperativer Weg von Gymnasium und Sekundarschule.

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