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Erkrath
Ein ungewöhnliches Haus mitten in Erkrath

Erkrath. Am nächsten Wochenende öffnen Hausbesitzer, Architekten und Einrichtungen beim Tag der Architektur die Türen zu ihren Bauwerken. Von Christiane Bours

Es sieht aus wie ein Haus im typisch bergischem Stil. Der dunkelgraue Schiefer dominiert beim Blick auf das elegante und moderne Einfamilienhaus auf der Freiheitstraße in Erkrath. Das Fenster zur Straße hin wirkt wie ein Flachbildschirm, die großen Fensterelemente zum Garten lassen viel Licht ins Haus. Das gilt auch für das Highlight des Hauses: den zentralen zweigeschossigen Wintergarten. Im Erdgeschoss sind die Wohnräume in L-Form um den Wintergarten angeordnet, sie sind barrierefrei. Über eine separate Treppe wird die geräumige Einliegerwohnung im Obergeschoss erschlossen.

Neben dem Wintergarten weist das Haus zwei Besonderheiten auf: Zum einen wurde das nicht unterkellerte Gebäude als reine Holzkonstruktion aus vorgefertigten Brettsperrholzelementen (BSP) auf eine massiven Betonplatte gebaut. Zum anderen sorgen eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und eine Erdwärmepumpe für die Versorgung mit Strom, Heizung und Warmwasser und werten das Gebäude so zusätzlich auf.

Georg Thesing vom gleichnamigen Architekturbüro hat das Einfamilienhaus entworfen. Wer sich selbst von der Bauweise überzeugen will oder einfach nach Inspirationen sucht, der kann das Haus am Sonntag, 28. Juni, mit vorheriger Anmeldung von 14 bis 16 Uhr besichtigen. Denn Georg Thesing nimmt am diesjährigen Tag der Architektur teil. 375 Bauwerke aller Art, Quartiere, Gärten und Parks werden in ganz NRW am kommenden Wochenende geöffnet sein und sich den Besuchern präsentieren - ganz nach dem Motto "Architektur hat Bestand". Damit soll auf die dauerhafte Wertigkeit guter Architektur hingewiesen werden.

In Erkrath ist auch das Haus an der Freiheitstraße 2 zu besichtigen. Auch in anderen Städten des Kreis Mettmann stehen Gebäude den Besuchern offen. In Heiligenhaus kann man sehen, wie aus einem Bahngüterschuppen eine Kaffeerösterei mit Café wurde. Innen wie außen wurde eine Totalsanierung vorgenommen, technisch und energetisch, aber vor allem gestalterisch. Café, Rösterei und Rohkaffeelager sind klar ablesbar. Bei trockenem Wetter können Besucher ihren Kaffee auf einem Waggon genießen, der als Terrasse dient.

In Hilden wurde eine denkmalgeschützte Stadtvilla auf der Walder Straße 24a aus dem Jahr 1905 zu neuem Leben erweckt. Sie stand lange leer und verfiel zunehmend. Bei der Sanierung sind die Einarbeitung und Sichtbarkeit von Gebrauchsspuren gestalterisches Konzept, beispielsweise die abgebeizten Stuckdecken oder auch die geflammte Oberfläche des Belgisch Blausteins. Die sanierte Fassade wurde mit Elementen wie Rost, lasierendem Streichputz und poliertem Kalkputz gestaltet.

Auch in Langenfeld wurden zwei Einfamilienhäuser energetisch saniert, die am Wochenende zur Besichtigung offenstehen. Das eine befindet sich an der Straße Zum Stadtbad 25, das andere auf der Ganspohler Straße 8.

Infos über Objekte, Adressen, Öffnungszeiten und Führungen gibt es unter www.tag-der-architektur.de

Quelle: RP
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