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Erkrath
Erkrather Feuerwehr löscht Autobrand

Erkrath. Die Autobahn 3 war am Freitagabend fast zwei Stunden lang voll gesperrt. Folge: 15 Kilometer Stau.

In einer Baustelle auf der Autobahn 3 zwischen dem Kreuz Hilden und der Anschlussstelle Mettmann ist am späten Freitagnachmittag ein Fahrzeug in Brand geraten. Das sorgte für einen mehr als 15 Kilometer langen Stau in Richtung Köln und eine fast zweistündige Vollsperrung.

Als die Erkrather Feuerwehr den Brand löschen wollte, liefen durch einen technischen Defekt 2000 Liter einer Mischung aus Wasser, Löschmittel und Kraftstoff in die Kanalisation. Gegen 17.28 Uhr wurde der Feuerwehr gemeldet, dass auf der A3 beim Kreuz Hilden in Fahrtrichtung Köln ein Auto in Flammen stehe, hieß es in einer Pressemitteilung. Die Insassen blieben unverletzt. Warum das Fahrzeug Feuer fing, ist noch unklar. Während sie das Feuer löschten, stellten die Einsatzkräfte fest, dass auslaufender Kraftstoff aus dem Fahrzeug sich mit dem Löschwasser mischte. Um eine Verunreinigung des Grundwassers zu vermeiden, setzte die Feuerwehr eine sogenannte "Absperrblase" in den Kanaleinlauf. Doch durch einen technischen Defekt schlug diese leck und etwa 2000 Liter des Wasser-Schaummittel-Krafstoff-Gemischs liefen in die Kanalisation. Weil nun die Gefahr bestand, dass das Grundwasser verunreinigt würde, kontrollierte die Feuerwehr die Oberflächenwassereinläufe im Bereich der Neandertalbrücke zur Düssel, im Bereich der Unterführung an der Brandshütte zum Eselsbach sowie zum Regenüberlaufbecken an der Max-Planck-Straße. Auch die untere Wasserbehörde des Kreises Mettmann wurde alarmiert. Die Untersuchungen ergaben, dass zunächst kein Schadstoff aus dem Kanalsystem ausgetreten war. Bei der derzeit trockenen Wetterlage entschlossen sich die Untere Wasserbehörde und der zuständige Wasserverband, über die nun notwendigen Reinigungs-Maßnahmen der Kanalisation in den nächsten Tagen zu entscheiden.

Wegen der Baustelle auf der A3 zwischen Mettmann und Hilden werden derzeit zwei Fahrspuren in Fahrtrichtung Köln über die Fahrtrichtung Oberhausen geführt. Die Feuerwehr sperrte für die Löscharbeiten drei Fahrspuren in Richtung Oberhausen und die beiden Fahrspuren in Richtung Köln für fast zwei Stunden ab. Zwischenzeitlich bildeten sich bis zu 15 Kilometer Stau. Gegen 19.45 Uhr war der Einsatz beendet.

(isa)
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