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Erkrath
Erkrather Flüchtlinge und Senioren lernen sich kennen

Erkrath: Erkrather Flüchtlinge und Senioren lernen sich kennen
Silke Dietz (3.v.r.) und Rachida El Khabbachi (r.) freuen sich über rege Teilnahme am "Interkulturellen Mehrgenerationenfrühstück". FOTO: Dietrich Janicki
Erkrath. In den drei Erkrather Stadtteilen leben 668 Asylsuchende. dazu kommen noch einmal 150 vom Bundesamt für Migration bereits anerkannte Personen. Als die Balkanroute noch offen war, sind viele von ihnen auf einer langen und beschwerlichen Reise nach Deutschland gekommen. Von Oliver Wiegand

Eine lange und sehr entbehrungsreiche Reise, die haben auch einige Erkrather Senioren hinter sich. "Als kleine Kinder waren sie mit ihren Eltern auf der Flucht, weil sie aus ihrer Heimat vertrieben wurden", sagt Rachida El Khabbachi, Sozialarbeiterin der Stadt Erkrath und Ansprechperson für die zahlreichen Flüchtlinge in der Stadt. So ist die Idee entstanden, Senioren und Flüchtlinge miteinander ins Gespräch zu bringen, damit sie sich kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen können.

Das Projekt hört jetzt auf den schönen Namen "Interkulturelles Mehrgenerationenfrühstück" und fand gestern Morgen zum ersten Mal in den Räumen der Awo im Bürgerhaus Hochdahl statt. Es wird gefördert mit Mitteln von "KOMM-AN-NRW" und ist eine Kooperation der Stadt Erkrath mit dem Awo- Ortsverband Hochdahl. Klar, dass beim ersten Frühstück auch Bürgermeister Christoph Schultz nicht fehlte und einige Grußworte an die Teilnehmer richtete.

"Wir haben vor allem Flüchtlingen eingeladen, die bereits in Wohnungen leben", sagt Rachida El Khabbachi. Sie hofft, dass durch das gegenseitige Kennenlernen Vorurteile abgebaut und Grenzen überwunden werden können.

Bis Weihnachten sind noch acht weitere gemeinsame Frühstücke jeweils am Freitag zwischen 10 und 12 Uhr geplant. Dabei können sich die Senioren und ihre Gäste auch zu den Themen Kindheit und Flucht äußern. "Ich stelle mir vor, dass die Flüchtlinge auch Patenschaften für die Senioren übernehmen", sagt Rachida El Khabbachi. Sie kann sich Hilfen beim Einkauf oder im Garten vorstellen.

Darüber hinaus werden aber auch ganz praktische Themen behandelt, die von Referenten vorgestellt werden. Abfallberaterin Helga Willmes erklärt, wie man Abfall vermeidet und wie der Müll getrennt wird. Asylsuchende erhalten auch viele Informationen zum Gesundheitswesen. Dabei geht es um Impfungen und Zahnhygiene bei Kindern. Auf dem Programm steht aber auch die gesunde Ernährung der Kinder. Awo-Leiterin Silke Dietz und Rachida El Khabbachi können sich durchaus vorstellen, dass Projekt nicht auslaufen zu lassen. Fortsetzung folgt also.

Quelle: RP
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