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Erkrath
Das erste Feuerwehrauto in Pink

Feuerwehr Erkrath stellt pinkes Löschfahrzeug vor
Feuerwehr Erkrath stellt pinkes Löschfahrzeug vor FOTO: Emergency-Report.de
Erkrath. Aufmerksamkeit erregen und die Menschen für die Feuerwehr begeistern – das will die Feuerwehr Erkrath ab sofort mit einem pinken Einsatzfahrzeug erreichen. Am Samstag stellte Feuerwehrchef Guido Vogt das auffällige Gefährt vor. Der 16-Tonner hat sogar eine eigene Facebookseite. 

Ganz schön spannend gemacht hat es die Feuerwehr und hielt lange geheim, was sie da unter dem roten Tuch am Samstag in einer Halle der Firma TiComplex enthüllen würde. "Markus Steinacker und ich sind schon seit geraumer Zeit nervös", verriet Guido Vogt, als er die neue Imagekampagne "Augen auf" vor zahlreichen Gästen aus Politik, Verwaltung, den Erkrather Vereinen und den Reihen der Feuerwehr vorstellte. Den Grund des Nervösseins hielten die Gastgeber zunächst unter einem riesigen roten Tuch verborgen, unter dem sich aber deutlich die Konturen eines Lkw abzeichneten.

Bei der Enthüllung war die Überraschung dann perfekt, denn das, was sich die Erkrather Feuerwehr da einfallen lassen hat, scheint bislang in Deutschland einzigartig zu sein: Mit einem pinken Einsatzfahrzeug hatte wohl keiner gerechnet! Das farblich an die Telekom oder Barbie erinnernde Löschfahrzeug soll ab sofort Aufmerksamkeit erregen, Interesse wecken und so der Feuerwehr vielleicht sogar neue Mitglieder einbringen.

So sieht das Feuerwehrauto aus Bierkästen aus FOTO: dpa, mku hpl

"Wir haben die Imagekampagne zuerst mit den Herren vom Förderverein besprochen", sagt Vogt, "und die waren sofort begeistert". Das bestätigt Georg Heinen, Schriftführer des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Erkrath e.V.: "Das ist doch cool, oder?", lacht er: "Wir fanden die Idee von Anfang an klasse. Unsere Sorge war nur, was die Feuerwehrleute dazu sagen werden." Die scheinen die künftige Fahrt in ihrem "Mädchenauto" jedoch gelassen zu nehmen. "Wir trauen uns halt was", lacht Vogt.

Um den Traum vom rosaroten Feuerwehrmobil wahr werden zu lassen, finanzierte der Förderverein die Folierung des eigentlich roten Ersatzfahrzeuges, das ab sofort bei Bränden und Einsätzen zur technischen Hilfeleistung als erstes ausrückendes Fahrzeug die Feuer- und Rettungswache in Hochdahl verlassen wird. "Das Auto soll so oft wie möglich im Einsatz sein und gesehen werden", erklärt Vogt das Ziel der Kampagne, an der sich auch alle Bürger beteiligen können und sollen:

Jeder, der das pinke Hilfeleistungsfahrzeug sieht, kann sich davor fotografieren lassen und auf der Facebook-Seite des Autos hochladen. Das Foto mit den meisten Likes erhält einen Preis. Darüber hinaus sind weitere Aktionen geplant. So wird sich der Einsatzwagen beispielsweise zu Kindertagesstätten, Schulen und Vereinen auf den Weg machen und täglich auf "seiner" Facebook-Seite von seinen Einsätzen berichten, verrät Guido Vogt.

Vielleicht wird die Erkrather Kampagne sogar bald NRW-weit Schule machen. Eine "schöne Idee", nannte Jan Heinrich, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Feuerwehrverbandes (VdF), das Projekt. Viele Feuerwehr-Kampagnen appellierten an die Moral – "Augen auf" gehe hier einen ganz anderen Weg. Mit dem Land habe er daher bereits Gespräche angestoßen, die Kampagne landesweit auszudehnen.

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(nima)
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