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Erkrath
Graffiti machen Werbung für Erkrath

Erkrath: Graffiti machen Werbung für Erkrath
Wolfgang Sendermann war verantwortlich für die Organisation der Gestaltung der Brückenpfeiler an der Bergischen Allee. Für den Entwurf und die Ausführung konnte er Damian Bautsch (rechts) gewinnen. FOTO: Stephan Köhlen
Erkrath. Die Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl und das Neanderbad sind die Themen der neuen Kunstwerke.

Mit der Gestaltung der beiden Eckpfeiler der Fußgängerbrücke, die von der Straße Am Kleff aus über die Bergische Allee führt, hat der Förderkreis Kunst und Kulturraum Erkrath e.V. sein drittes Projekt zur Verschönerung der Stadt abgeschlossen.

Ein Teleskop und der Blick ins Universum zieren den einen, ein Kind mit Schwimmbrille und "Neanderle", das Krokodi-Maskottchen des Neanderbads, den anderen Pfeiler. Bewusst machen der Förderkreis und Sprayer Damian Bautsch hier auf die Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl (snh) und das Neanderbad der Stadtwerke Erkrath aufmerksam.

"Es ist schön, dass der Förderkreis Kunst und Kulturraum auf diese beiden Leuchtturmprojekte Erkraths hinweist", lobte Bürgermeister Christoph Schultz bei der Einweihung der Graffiti das Engagement der Künstler. Auch wenn ihn das Motiv für das Schwimmbad zunächst an ein ertrinkendes Kind, dass von Krokodil "Neanderle" gerettet wird, erinnerte. "Es erweckt auf jeden Fall Aufmerksamkeit", so Schultz. Künstler Damian Bautsch selbst gefällt das Bild für die Sternwarte auch besser. Der Sternenhimmel mit seinen sphärisch blau und rosa leuchtenden Nebeln sei eben ein typisches Graffiti-Motiv, das sich optimal für die Arbeit mit der Dose anbiete.

Dem Bürgermeister und der Stadt Erkrath dankte er für "das Vertrauen und den Mut", seine öffentlichen Fassaden durch einen Graffiti-Sprayer gestalten zu lassen. Damit Bautsch an der Bergischen Allee überhaupt sprayen konnte, hatte die Jugendfeuerwehr Erkrath die Vorarbeit geleistet: Mit dem Hochdruckreiniger befreiten die jungen Feuerwehrleute die ursprünglich mit illegalen Tags (Sprayer-Signaturen) besprühten Brückenpfeiler von Dreck und Witterungsspuren. Auch die Graffiti an der Haaner Straße hat der Düsseldorfer Sprayer im Auftrag des Förderkreises Kunst und Kulturraum Erkrath realisiert. Das Neanderbad ist dort gleich mehrfach Motiv seiner Arbeiten. Als Hauptsponsor seien die Stadtwerke, die das Bad betreiben, idealer Partner für den Förderkreis und das Schwimmbad ein geeignetes Motiv für Werbung, so Wolfgang Sendermann, Vorsitzender des Förderkreises. Schon sein erstes Projekt, Erkraths ersten Graffiti-Wettbewerb, hatte der Förderkreis in Kooperation mit den Stadtwerken durchgeführt und dabei zwölf Trafostationen mit Motiven erneuerbarer Energien gestalten lassen.

"Dass dieses farbenprächtige Graffiti erstellt werden konnte, verdanken wir den Stadtwerke Erkrath, der Kreissparkasse Düsseldorf und Straßen NRW, die die Genehmigung zur künstlerischen Gestaltung erteilt haben. Aber auch das Autohaus Haese und die Leitung der Sternwarte haben dieses Projekt unterstützt", betonte Sendermann bei der Einweihung der neuesten Werke, zu der am Freitag neben zahlreichen Förderkreismitgliedern auch Gäste aus Politik und Verwaltung gekommen waren.

Quelle: RP
 
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