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Erkrath
Grüne kritisieren Bebauung von Frei- und Grünflächen

Erkrath. Die Grünen in Erkrath kritisieren die geplante Ausweisung weiterer Gewerbeflächen auf der Neanderhöhe. Gehe es nach dem Willen von CDU, BmU, FDP und Bürgermeister Christoph Schultz, würden große Teile der schönen, naturnahen Umgebung demnächst unter Beton und Asphalt verschwinden und der Fundort des Neanderthalers von Gewerbehalle umringt, erklärt Peter Knitsch, Vorsitzender des Ortsverbands der Grünen.

Das Gelände, das auf Antrag der BmU-Fraktion bebaut werden soll, sei so groß wie 20 bis 25 Fußballfelder, so Knitsch. "Insbesondere die BmU bricht damit erneut ihr Versprechen, die Neanderhöhe aus ökologischen und kulturhistorischen Gründen zu schützen", so Knitsch weiter. Vor den Kommunalwahlen im Jahr 2009 habe die BmU nämlich den Antrag gestellt, das Bebauungsplanverfahren Neanderhöhe einzustellen, um das Gelände als Fläche für den Naturschutz vorzusehen. Diesen Antrag, so Knitsch habe die BmU damals zusammen mit den Grünen und der SPD eingebracht.

"Auch die SPD steht leider nicht mehr zu ihren Wahlversprechen, die Neanderhöhe von weiterer Bebauung frei zu halten", kritisiert Knitsch. Sie favorisieren nun eine Bebauung entlang der Hochdahler Straße, lehne aber immerhin die beschlossene große Variante ab.

"Zusammen mit der ebenfalls geplanten Bebauung des Cleverfeldes in Alt-Hochdahl und der in nichtöffentlichen Sitzungen in Vorbereitung befindlichen Bebauung der Freiflächen an der Neuenhausstraße in Unterfeldhaus sollen so ca. 30 ha Grün- und Freifläche in den nächsten Jahren in unserer Stadt neu bebaut werden", so Knitsch.

(jün)
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