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Erkrath
Haushalt: Geld für Klima-Manager

Erkrath: Haushalt: Geld für Klima-Manager
Mit der Ansiedlung der Firma Timocom ist der Stadt Erkrath ein Glücksgriff gelungen. Weitere Ansiedlungen sind derzeit nicht in Sicht. Neue Gewerbegebiete könnten Investoren locken. FOTO: dietrich janicki
Erkrath. Der Rat der Stadt Erkrath hat den Etat einstimmig verabschiedet. Kritikpunkte gab es dennoch, und zwar von SPD, Grünen und FDP. Das Stadtentwicklungskonzept wird wiederbelebt. Von Marita Jüngst

Der Haushalt der Stadt Erkrath ist wie berichtet unter Dach und Fach. Am Ende konnten sich die Ratsfraktionen auf ein gemeinsames, einstimmiges Ja dazu verständigen. Mit dem verabschiedeten Haushalt wurden gleichzeitig einige Projekte auf den Weg gebracht: Die "Soziale Stadt", das Stadtentwicklungskonzept, das Klimaschutzkonzept, das die Einstellung eines Klimaschutzmanagers beinhaltet, und das Radverkehrskonzept. Was den einzelnen Fraktionen besonders wichtig ist, hatten sie in ihren Haushaltsreden schriftlich fixiert. Hier einige kurze Auszüge daraus.

Wolfgang Jöbges (CDU) Für die Zukunft Erkraths müssten zwei zentrale Fragen klar beantwortet werden: Wo sollen neue Gewerbegebiete angesiedelt und wo sollen junge Familien hinziehen? "Um diese Problemstellungen anzugehen, war es notwendig, das Stadtentwicklungskonzept mit einem Turbolader zu beschleunigen. CDU und BmU haben auf der Grundlage ihrer Wahlprogramme und aufgrund der übereinstimmenden Einschätzung der finanziellen Situation der Stadt Erkrath miteinander verhandelt, um eine handlungsfähige Mehrheit im Erkrather Stadtrat herzustellen."

Detlef Ehlert (SPD) "In Sachen Schulwahlverhalten scheuen die Bürgerlichen Fraktionen die frühzeitige Beteiligung der Eltern." Auch die Beauftragung eines neuen Schulentwicklungsplans werde bis weit in das nächste Haushaltsjahr vertagt. Und zum Thema Personal: "Es liegt auf der Hand, dass wir die großen Projekte wie Feuerwachen und Schulbauten, Straßen- und Brückensanierung, Binnenentwicklung- und Brachflächenrecycling nur hinkriegen können, wenn wir dafür die Voraussetzungen mit Personal und mit Gehirnschmalz einbringen."

Bernhard Osterwind (BmU) Das Stadtentwicklungskonzept, welches ökologische, soziale und ökonomische Aspekte unter breitester Bürgerbeteiligung unter Bewertung vieler kontroverser Standpunkte zusammengefügt habe, sei die richtige Antwort zur Erhaltung der Lebensqualität beizutragen. Das Projekt "Soziale Stadt" Erkrath habe gute Chancen, zu helfen, die notwendigsten Maßnahmen zu finanzieren."

Reinhard Knitsch (Grüne) Ein Schwerpunkt grüner Kommunalpolitik sei der Erhalt der Grün- und Freiflächen und der Klimaschutz. "Eine Bebauung der Neanderhöhe, Kleines Bruchhaus, Cleverfeld oder in Unterfeldhaus nördlich der Neuenhausstraße, kommt für uns nicht in Frage."

Inge Berkenbusch (FDP) "Der Standort Erkrath mit seinen attraktiven Verkehrsanbindungen könnte Garant für Wohlstand sein." In Erkrath stünden aber keine neuen Flächen für die Ansiedlung neuer Unternehmen zur Verfügung.

Quelle: RP
 
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